Wow,
ich bin beeindruckt! Genau das, was mir vor kurzem schon beim
Grimthorn's Forest Demo so positiv aufgefallen ist, nämlich
die Rückbesinnung auf alte schwarzmetallische Tugenden,
schaffen ASMODEUS nun in Bezug auf die schwedische
Szene. Die vier Songs auf Embers Of Aeon
lassen nämlich genau jene Atmosphäre entstehen, die
Dark Funeral und Setherial schon seit ihren legendären
Debütalben nicht mehr hinkriegen. Mächtige Riffs,
derbe Vocals, ausgereiftes und abwechslungsreiches Songwriting
- hier stimmt einfach alles, und sogar die Produktion ist für
Demoverhältnisse nahezu perfekt und kann locker mit den
meisten 'großen' Veröffentlichungen des Genres mithalten.
Das einzige Manko ist neben der (angesichts der gebotenen Qualität)
viel zu kurzen Spielzeit von 21 Minuten der leichte Mangel an
Eigenständigkeit, aber beides sollte wohl verschmerzbar
sein, wenn man in Betracht zieht, mit welch erbarmungsloser
Intensität (und, nebenbei bemerkt, ganz ohne Keyboards,
Frauengesang und ähnlichem Schmonzes!) dem unbedarften
Hörer hier in den Arsch getreten wird.
Zugreifen ist somit Pflicht, und das gilt sowohl für potentielle
Käufer als auch für einschlägige Labels, die
sich hier eine zukünftige Genregröße krallen
könnten...