ARCTURUS – Special Edition
Asperia Hiems Symfonia / Constellation / My Angel

 
Label: Candlelight Records
Release: April 2002
Von: Dajana
Punkte: 9.5/10
Time: 41:27 / 38:22
Stil: Avantgarde Metal
URL: Arcturus
 

Jaaa, da ist sie nun, die heiß erwartete Special Edition von ARCTURUS' ersten Werken. Ein bisschen enttäuscht war ich über die Aufmachung, hatte ich doch etwas "edleres" erwartet. So gibt es die beiden Scheiben nur in einer einfachen Doppel CD Hülle. Das Booklet umfasst gerade mal 6 Seiten. Auf der Innenseite gibt's ein paar Informationen über diese Veröffentlichung und auf der letzten Seite die Lyrics zu To Thou Who Dwellest In The Night. Und das war es auch schon. Keine Fotos, keine weitergehenden Infos zur Band, nichts. Der Rest ist schlicht eine Fortsetzung des Cover Artworks, das zwar an sich nicht wirklich schlecht ist, aber auch da habe ich anderes erwartet. Aber, letztendlich ist das Drumherum unwichtig, was zählt, ist, was drin steckt :-)!

Und da schlagen sicherlich alle ARCTURUS Herzen höher. Auf der ersten CD befindet sich Aspera Hiems Symfonia, das eigentliche Debüt Album, welches 1996 über ein Sub Label von Misanthropy Records veröffentlicht wurde. Der Sound ist überarbeitet, unterscheidet sich aber nicht drastisch vom Original. Er ist ein bisschen klarer und druckvoller. Die Gitarren bleiben allerdings noch immer arg im Hintergrund. Nichtsdestotrotz ein wahres Highlight mit Garm - Kristoffer Rygg (voc.), Sverd - Steinar Johnson (keyb.), Hellhammer - Jan Axel von Blomberg (drums), August - Carl Tideman (guit.) und Skoll - Hugh Steven James Mingay (bass), welcher besonders viel Beifall für seine Perfomance einheimsen durfte.

Aber viel interessanter dürfte für alle Fans die zweite CD sein. Zunächst gibt es zwei Stücke - The Deep Is The Skies und Cosmojam, die bisher noch nie veröffentlicht wurden, und sich auf den Masterbändern vorliegender Release befanden. Cosmojam ist allerdings nur ein recht kurzes aber ziemlich abgefahrenes Instrumental. Anschließend folgt die Constellation EP, welche 1994 in einer limitierten Auflage von nur 500 Kopien über Nocturnal Art Productions veröffentlicht wurde. Unter anderem befinden sich darauf die "Originalversionen" von Wintry Grey - heißt hier Icebound Streams And Vapour Grey, Du Nordavind und Naar Kulda Tar. Die Unterschiede zu den Songs auf der Aspera sind drastisch und muß man mal gehört haben. Genial! Line up: Garm (voc.), Sverd (keyb.), Hellhammer (drums) und Samoth - Thomas Thormodsætter Haugen (guit.).
Zum Abschluß gibt es noch die beiden Songs My Angel und Morax des ersten Demos My Angel 7" aus 1991, welches damals über das französische Underground Label Putrication Records veröffentlicht wurde und auf 1100 Kopien limitiert war. Line up: Marius Wold (voc.), Sverd (guit.,keyb.) und Hellhammer (drums).

Die Soundqualität ist dieselbe, wie auf der überarbeiteten Aspera und daher ein absoluter Genuss!!! Die musikalische Ausrichtung entspricht der des Debüt Albums, ist vielleicht ein bisschen rauer, eckiger und kantiger.

Fazit: Ein MUSS für all diejenigen, welche die beiden ersten Veröffentlichungen nicht ihr eigen nennen dürfen oder nur Bootlegs davon haben. Aber eigentlich kann man sie jedem Fan empfehlen, da der Sound wirklich gut überarbeitet wurde und gegenüber den Originalen ein Vergnügen sein dürfte.
Re-mastert und re-mixed wurden die Silberlinge von Tom Kvålsvoll ( Strype Audio, wo u.a. Arcturus, Tidfall und Dimmu Borgir ihre Bänder zu mastern pflegen).