Jaaa,
da ist sie nun, die heiß erwartete Special Edition von ARCTURUS'
ersten Werken. Ein bisschen enttäuscht war ich über die Aufmachung,
hatte ich doch etwas "edleres" erwartet. So gibt es die beiden
Scheiben nur in einer einfachen Doppel CD Hülle. Das Booklet
umfasst gerade mal 6 Seiten. Auf der Innenseite gibt's ein paar
Informationen über diese Veröffentlichung und auf der letzten
Seite die Lyrics zu To Thou Who Dwellest In The Night.
Und das war es auch schon. Keine Fotos, keine weitergehenden
Infos zur Band, nichts. Der Rest ist schlicht eine Fortsetzung
des Cover Artworks, das zwar an sich nicht wirklich schlecht
ist, aber auch da habe ich anderes erwartet. Aber, letztendlich
ist das Drumherum unwichtig, was zählt, ist, was drin steckt
:-)!
Und
da schlagen sicherlich alle ARCTURUS Herzen höher. Auf
der ersten CD befindet sich Aspera Hiems Symfonia,
das eigentliche Debüt Album, welches 1996 über ein Sub Label
von Misanthropy Records veröffentlicht wurde. Der Sound ist
überarbeitet, unterscheidet sich aber nicht drastisch vom Original.
Er ist ein bisschen klarer und druckvoller. Die Gitarren bleiben
allerdings noch immer arg im Hintergrund. Nichtsdestotrotz ein
wahres Highlight mit Garm - Kristoffer Rygg (voc.), Sverd -
Steinar Johnson (keyb.), Hellhammer - Jan Axel von Blomberg
(drums), August - Carl Tideman (guit.) und Skoll - Hugh Steven
James Mingay (bass), welcher besonders viel Beifall für seine
Perfomance einheimsen durfte.
Aber
viel interessanter dürfte für alle Fans die zweite CD sein.
Zunächst gibt es zwei Stücke - The Deep Is The Skies und
Cosmojam, die bisher noch nie veröffentlicht wurden,
und sich auf den Masterbändern vorliegender Release befanden.
Cosmojam ist allerdings nur ein recht kurzes aber ziemlich
abgefahrenes Instrumental. Anschließend folgt die Constellation
EP, welche 1994 in einer limitierten Auflage von nur 500 Kopien
über Nocturnal Art Productions veröffentlicht wurde. Unter anderem
befinden sich darauf die "Originalversionen" von Wintry Grey
- heißt hier Icebound Streams And Vapour Grey, Du
Nordavind und Naar Kulda Tar. Die Unterschiede zu
den Songs auf der Aspera sind drastisch und muß man mal gehört
haben. Genial! Line up: Garm (voc.), Sverd (keyb.), Hellhammer
(drums) und Samoth - Thomas Thormodsætter Haugen (guit.).
Zum Abschluß gibt es noch die beiden Songs My Angel und
Morax des ersten Demos My Angel 7" aus
1991, welches damals über das französische Underground Label
Putrication Records veröffentlicht wurde und auf 1100 Kopien
limitiert war. Line up: Marius Wold (voc.), Sverd (guit.,keyb.)
und Hellhammer (drums).
Die
Soundqualität ist dieselbe, wie auf der überarbeiteten
Aspera und daher ein absoluter Genuss!!! Die musikalische
Ausrichtung entspricht der des Debüt Albums, ist vielleicht
ein bisschen rauer, eckiger und kantiger.
Fazit:
Ein MUSS für all diejenigen, welche die beiden ersten
Veröffentlichungen nicht ihr eigen nennen dürfen oder nur Bootlegs
davon haben. Aber eigentlich kann man sie jedem Fan empfehlen,
da der Sound wirklich gut überarbeitet wurde und gegenüber den
Originalen ein Vergnügen sein dürfte.
Re-mastert
und re-mixed wurden die Silberlinge von Tom Kvålsvoll ( Strype
Audio, wo u.a. Arcturus, Tidfall und Dimmu Borgir ihre Bänder
zu mastern pflegen).