DIE APOKALYPTISCHEN REITER– All You Need Is Love
 
Label: Hammerheart Records
Release: 2000
Von: Mephisto
Punkte: 9,5
Time:  
Stil:  
URL: Die Apolalyptischen Reiter
 

Lange, lange habe ich sie erwartet…die neue Scheibe der APOKALYPTISCHEN REITER. Und hier ist sie nun also – ehrfürchtig halte ich die Promo in meinen Händen und versuche sie hektisch im CD Player unterzubringen. Der erste Song Licked By TheTongues Of Pride kündigt es schon an – der Sound der Reiter hat eine Metamorphose hinter sich. Von Album zu Album galoppierten die Reiter durch Lande aus brachialen Metalsounds, gar fidelen Melodien und brandschatzten diese Lande, durch die sie ritten, mit einem Schmunzeln im Gesicht. Die eben angesprochene Nummer war ein sicherer Einstieg in die neue Schlacht und mit Titel Nr. 2 Unter der Asche zeigen die 4 adretten Herren gleich mal, wo der Hammer hängt! Eine erhabene mittelalterlich anmutende Melodie leitet den Song ein, der dann sofort in fieses Geknüppel übergeht. Nach sehr tiefgründigen, pathetisch vorgetragenen Worten sägen sich dann die Gitarren schon wieder gen Refrain und es schmettert mir entgegen Unter der Asche! Es handelt sich wirklich um das erste geniale Highlight dieser CD – eine Abwechslung aus furiosem Geknüppel, fiesem Gekeife und herrlich beschwingten Melodien! Herrje, und auch den nächsten Song muss ich, ob seiner Einzigartigkeit, wieder direkt ansprechen! Erhelle meine Seele ist ein Track, der wohl nur aus der Feder des verrückten Reitervolkes aus Germoney stammen kann – ein gar trauriges Seemannslied, welches unsere Herzen zum Weinen bringt! Langsam dahinplätschernde Gitarrenmelodien, eine schöne, gefühlvolle Klavieruntermalung und die Geschichte eines verzweifelten Seemannes, dessen Kahn in den Wogen seines Lebens zu sinken droht! Einfach nur schön! Aber das sind Reiter- „Balladen" ja immer! Beim nächsten Track, Gone wird das Gaspedal wieder schön durchgetreten und die bewohnte Melange aus den typischen Reiter-Stilelementen geboten. Mit Regret hat man auch eine schleppende, sehr schwere eher Death Metal lastige Nummer draufgepackt, die aber immer wieder mit diversen Klaviermelodien aufgelockert wird. ABER NUN lasset uns allsamt niederknien vor dem nächsten Song…nein, es ist dies nicht nur ein Song, sondern ein Statement! Eine Lebensauffassung! Eine Religion! REITERMANIA!!! Eingeleitet mit einer feinen Akkordeonmelodie bricht bald ein wahrer Orkan über uns los! Es handelt sich wirklich um eine geniale Hymne sondergleichen, einem der besten, wenn nicht DEM besten Song, den dieser Chaotenhaufen je erdacht hat! Der Song geht echt dermaßen auf die Fresse - ein wahres Gedicht! Also wer bei diesem genialen Werk keine Erektion bekommt, dem ist nicht zu helfen (darf man so was in einem CD Review schreiben? Oder darf das Review dann erst ab 22 Uhr zugänglich gemacht werden?? Und interessieren sich Minderjährige überhaupt für Brutalo-Metal? SOLLTEN SIE SICH!)!!! So und um dieses Review nicht GÄNZLICH ausarten zu lassen werde ich jetzt nicht mit der einzelnen Besprechung jedes folgenden Songs fortfahren, denn ich denke es wurden bereits genug Feine Details über All You Need is Love erzählt, welche jedem halbwegs…öhm…"normalen" Menschen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen sollten! Mit den restlichen Songs des Albums verhält es sich genauso wie mit den schon besprochenen – unverkennbarer Sound, unter Einbezug von neuen, frischen Stilelementen, die das ganze angenehm abrunden. Hervorzuheben ist in jedem Falle die 1 A Produktion von Andy Classen, die dem Album einen extremen Biss verleiht und im Einklang mit dem erstklassigen Songmaterial steht! Auch an dieser Front gibt es nichts zu tadeln, sondern lediglich Lob auszusprechen! Um es zusammenzufassen, ist der dritte Longplayer-Ausritt der Herren der Apokalypse ein echter Volltreffer, der ihrem Namen alle Ehre macht – wo die Reiter ihre Hufspuren hinterlassen, da wächst kein Gras mehr! Und nun vergibt die Jury die Punkte für die 4 Rassegäule – eigentlich wäre das Album ja perfekt, aber es gibt dennoch etwas, das mir abgeht! Die kongeniale Ballade an den Heavy Metal, von der es auf jedem der vorangegangenen Alben eine gab, ist diesmal nicht vorhanden! Nun kann man darüber streiten, aber ICH jedenfalls ziehe dafür 0,5 Punkte vom Endergebnis ab und den Herren Reitern die Ohren lang! Die Metal-Ballade gehört ganz einfach dazu! Aber ich will Angesichts dieses wirklich großartigen Albums nun nicht lange auf diesem halben punkt herumreiten, sondern die gebührenden Punkte für ein ausgezeichnetes Album verteilen. Und auf der einen Karte, die ich Hochhalte steht 9 und auf der anderen 5 ? 9,5 Punkte für dieses wunderbare Kür-Programm. Man darf sich wirklich schon mit ganzem Herzen auf die anstehende Tour freuen, auf der die Apokalypse dann frei Haus in die heimischen Clubs geliefert wird! In diesem Sinne – METAL WILL NEVER DIE!!!