AORIA – The Constant

 
Label: Version Studio Records
Release: 19.10.2012
Von: Dajana
Punkte: 8/10
Time: 36:13
Stil: Post Rock
URL: Aoria
 
Hach, das ist die perfekte Musik, um die schönste Zeit des Jahres einzuläuten: Den Herbst, mit seinen nebelverhangenen Morgen, der fruchtigen und gleichzeitig herbstlich-würzigen Luft, dem stürmisch durch die Luft wirbelnden buntgefärbtem Laub, der ersten regnerischen Tristesse und sterbender Schönheit…
Und diesem Wechselspiel folgt auch The Constant: mit sich düster und brutal auftürmenden Gitarrenwänden, fragilen Melodiebögen und emotional schönen Momenten, ein kaum ertragbares Maß an Melancholie und ein schmerzlich sanfter Gesang.
The Constant ist kein Metal Album. The Constant ist ein Post Rock Album mit Anleihen der alten Montreal-Schule, welche am deutlichsten beim instrumentalen The Bleeder durchschimmern; mit Trip Rock Einflüssen und Melodieführungen, wie man sie von neueren The Gathering und neueren Anathema her kennt. Dazu eine typisch skandinavische, in diesem Fall schwedische, Melancholie a lá Katatonia. Stilistisch sicherlich nicht gerade der Inbegriff von Innovation, jedoch äußerst effektiv und berührend in Szene gesetzt.
Schon der Opener A Slow Moving Storm nimmt gefangen und lässt den Hörer nicht mehr los, mehr noch brennt sich das folgende The Black Heart regelrecht in selbiges. Assassination ist hernach nicht ganz so hypnotisierend, das wird aber vom bereits erwähnten Instrumental und den letzten beiden Tracks wieder wettgemacht, wobei es You Really Gave It All, Didn't You? ist, das noch einmal alle Saiten an Emotionen, Verzweiflung und Traurigkeit auf herzergreifende Weise anschlägt.
Hinter AORIA verbirgt sich das Trio Erik Nilsson (A Swarm Of The Sun), Robin Bergh (October Tide) und Niklas Sandin (Katatonia), eine Band, die nach über vier Jahren Dornröschenschlaf wachgeküsst wurde und nun endlich ein Debütalbum veröffentlicht. Und ich bin unverkennbar hin und weg. Schade nur, das The Constant so ein kurzes Album ist, ein oder zwei Tracks hätten da durchaus noch draufgepasst. Trotzdem ein musikalisches Kleinod!