ACT OF CREATION – Endstation

 
Label: Eigenproduktion
Release: 15.12.2010
Von: Dajana
Punkte: 7.5/10
Time: 41:21
Stil: Death/Thrash Metal
URL: Act Of Creation
 
Während die letzten Klänge von Secret Memoirs Of A Forced Fate noch immer widerhallen, legen ACT OF CREATION bereits die nächste Langrille vor.
Einmal mehr komplett in Eigenregie entstanden, sind die diesmal ausschließlich deutschen Texte das wohl prägnanteste Merkmal auf Endstation. Sowas gibt es in diesem Genre ja nicht so oft und verschafft den Jungs somit einen gewissen Kreativ-Vorteil.
Generell sind ACT OF CREATION melodischer geworden, mehr dem Death Metal, denn dem Thrash Metal zugeneigt, was ich persönlich schade finde. Ich mochte die Brachialität des Vorgängers. Die gelegentlich als aufdringlich empfundene Leadgitarre ist allerdings immer noch da, reduzierter zwar, aber an manchen Stellen dann doch eben nervend.
Was Endstation aber tatsächlich aufwiegt, sind die Texte. Endstation beginnt mit dem Piepsen eines Herzmonitors und endet auch damit. Dazwischen liegen - ganz ohne Pathos und bitterböse erzählt - Tod, Krieg und Verderben, Verlusst, Missbrauch und vor allem Krankheiten, denen man nicht entrinnen kann. Die Texte, sie sind unangenehm und unbequem. Man windet sich und es läuft einem eiskalt den Rücken herunter. Moshmonster wie Keine Heilung (mit dem Gastgesang von Daniel Jakobi - Lay Down Rotten), Wo bist Du (welches mich ein wenig an die grandiosen Janus erinnert) oder Diagnose Tod tun ihr übriges dazu. Der Gastgesang von Stefanie Nix bei Herbst des Lebens ist mir ein bisschen zu harmlos, zu sanft und dem Text nicht angemessen. Gleiches gilt für Sänger Jordan, der an mancher Stelle doch noch ein bisschen schizophrener und verzweifelter klingen könnte. Ein bitteres Schmunzeln folgt beim 40 Sekunden High-Speed-Track Langsam, ob seines leicht abgewandelten Paulchen Panther Themas.
Endstation ist ganz sicher kein Meilenstein, oder gar ein Ausbund an Innovation. ACT OF CREATION machen ihre Sache gut und stehen ein wenig aus der großen Masse heraus. Aber Endstation berührt. Das macht es zu was Besonderem.