AETHERIUS OBSCURITAS – Layae's Cradle

 
Label: Northfire Records
Release: 01.05.2006
Von: Seb
Punkte: 4/10
Time: 46:50
Stil: Black Metal
URL: Aetherius Obscuritas
 
AETHERIUS OBSCURITAS ist ein 2002 gegründetes ungarisches Black Metal Projekt. Nach dem Ausstieg von Basser Norbert Gergely ist inzwischen nur mehr Arkhorrl verblieben, der allerdings auch schon zuvor bis auf den Bass sämtliche für alle Instrumente und Arrangements verantwortlich war.
Dem einen oder anderen mag der Herr auch als Sänger der ungarischen Sudden Death ein Begriff sein. Mit Layae’s Cradle ist nun das dritte Studioalbum erschienen, und mit Northfire Records konnte sich Arkhorrl erstmals ein Label mit ins Boot holen.
Inspiration für das Projekt sind laut eigener Auskunft Burzum, Ragnarok und alte Ancient. Gerade die erstere dieser Bands ist ja nun mal selbst von ideologischen Aspekten abgesehen alles andere als einer meiner Favoriten, und so war ich schon mal auf das Schlimmste gefasst. Und tatsächlich lassen sich alle drei genannten Bands klanglich auf Layae’s Cradle wieder finden. Das fängt im Falle von Burzum schon bei der vielleicht eine Spur zu bemüht an Ober-Asi Varg orientierten Stimme an. Glücklicherweise sind die Texte allesamt auf Ungarisch gehalten, so dass da zwangsläufig ein wenig Eigenständigkeit mit hinzukommen musste. Auch sonst ist der Einfluss von Burzum unverkennbar: Nicht nur dass das Album genau in der Mitte mit Ea, Lord Of The Depths eine Coverversion aufweist; zu old-schooligem, allerdings zum Glück nicht sonderlich missratenden Grundsound gesellt sich meist das typische mystisch und atmosphärisch gemeinte Klanggewand. Hier und da weiß Arkhorrl auch mit feinen Melodien und gelegentlich eingestreutem Keyboard zu überzeugen. Beim Keyboard sind es mitunter leicht dissonante Passagen, die ungewöhnlich klingen und Interesse wecken. Auch der Einsatz von Chören und Akustikgitarre ist recht gut dosiert und kommt relativ gut rüber. Abseits dieser hauptsächlich für Zwischenspiele verwendeten Mittel aber verfällt Layae’s Cradle immer wieder zu sehr in Monotonie und Wiederholungen, wie es bei derart inspirierter Musik leider fast immer der Fall ist. Das führt dann auch bei allen sonst vorhandenen guten Ansätzen schnell dazu, dass man sich genervt oder angeödet fühlt und auf Durchzug schaltet.
Besser gefallen mir das schon die leider selteneren und härteren, mehr nach Ancient klingenden Stücke, in denen auch mal Geschwindigkeit aufs Tapet gebracht wird und etwas Action in die Bude kommt.
Bleibt zum Schluss noch zu bemerken, dass der Drumcomputer hier auch nicht einen seiner glücklichsten Einsätze hatte. Auch wenn der Sound ansonsten für totalen Underground noch im Rahmen des erträglichen ist, die Drums gingen streckenweise gar nicht. Das hörte sich phasenweise derart künstlich und einfach unpassend an, dass auch das einen Beitrag zum „Auf die Nerven gehen“ leistete.
Insgesamt eine Platte mit einigen guten Ansätzen, aber weitaus mehr Mängeln.