ANODYNE 29 – Maximum Pleasure

 
Label: Eigenvertrieb
Release: September 2004
Von: Ole
Punkte: -/-
Time: 15:50
Stil: Industrial / Stoner Rock
URL: Anodyne-29
 

„Ragga Infected Metal“ – das Etikett macht neugierig. Ich meine: geht das überhaupt? Knochentrockener Nackenbrecher-Sound mit Sommer-Palmen-Sonnenschein-Feeling?! Klare Antwort: und wie das geht! ANODYNE 29 liefern mit ihrer aktuellen EP Maximum Pleasure den Beweis, dass sich scheinbare Gegensätze nicht ausschließen müssen, sondern auf geniale Weise ergänzen können. Irgendwo zwischen prolligem Monster Magnet-Geknüppel und verschrobenem Shaggy-Toasting hat sich das Wormser Sixpack eine eigene Nische geschaffen. Wenn man bedenkt, dass Sänger Andy Koa (Ex-Still Patient?) und Bassmann Guido Gonzalez (Ex-Century) aus dem gediegenen Gothic-Rock-Bereich kommen, entspricht das scheinbar einem stilistischen Quantensprung, aber spricht nicht zuletzt für ihre Flexibilität. Leider befinden sich im Audio-Teil der CD nur zwei Stücke, nämlich der Titeltrack als Album- und Radio-Edit und einer überaus korrekten Akustik-Version, sowie dem launigen Love On The Table. Als Schmankerl hat die Band, die auf ihrer Homepage sogar Klingeltöne und Handy-Wallpapers anbietet (!), eine Video-Sektion eingerichtet, die sie bei einer Performance anlässlich der letztjährigen Jägermeister Rock-Liga und bei der Foto-Session zeigt. Hier gibt es mit Imposter und Queen Of Mars zwei weitere Tracks zu hören bzw. zu sehen. Maximum Pleasure - der Name ist Programm: Griffige Refrains, eingängige Hooks, knackige Grooves, ein sattes Gitarrenbrett, stimmlich markant und das alles zusammengemischt im kopfnickerfreundlichen Midtempo-Bereich. Mehr davon!