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Album Nummer fünf aus dem Hause ALTAR, und viel hat sich
nicht geändert - sowohl in musikalischer als auch in karrieretechnischer
Hinsicht, denn obwohl den Niederländern nach dem 96er-Zweitwerk
Ego Art vielerorts der baldige Durchbruch
prophezeit wurde, hat sich seit damals nicht viel getan. Sei's
drum, die Herrschaften nehmen's (trotz einiger bandinterner Querelen)
scheinbar relativ gelassen und legen mit Red Harvest
erneut ein derbes Stück Death/Thrash vor, dessen Songs größtenteils
auch von einer der drei vorigen Scheiben (das Debüt Youth
Against Christ sei angesichts seiner Deicide-Lastigkeit
aus dieser Liste ausgenommen) hätten stehen können.
Gelegentlich sind zwar klassische Metal-Einflüsse und generell
ein leicht erhöhter Melodieanteil zu bemerken, aber keins von
beiden ist ausgeprägt genug, um den Gesamteindruck entscheidend
zu beeinflussen - dafür sorgt unter anderem auch die prägnante
Stimme von Sänger Edwin Kelder, der brutal und ausdrucksstark
wie eh und je durch die Songs wütet und sich somit deutlich von
der Masse identitätsloser DM-Shouter abhebt. Selbiges gilt auch
für seine Lyrics, die nicht auf halbseidener Sozialkritik basieren,
sondern sich aggressiv, geradlinig und mit einer dezenten Prise
Humor in die Musik einfügen - unterstützt durch einige äußerst
originell eingesetzte Intro- und Outro-Samples, die ein ums andere
Mal aufhorchen lassen und beweisen, daß sich die Herrschaften
durchaus Gedanken bezüglich ihres inhaltlichen Konzepts gemacht
haben. Zum großen Durchbruch als Nachfolger von Sepultura zu Arise-Zeiten
(wie seinerzeit irgendwo mal prophezeit wurde...) wirds wohl trotzdem
nicht mehr reichen, aber wer die Vorgängerscheiben mochte, kann
wohl auch diesmal zuschlagen, ohne gröbere Enttäuschungen befürchten
zu müssen - all jenen, die mit der Band bisher noch nicht vertraut
sind, würde ich aber eher zum nach wie vor unerreichten Ego
Art raten, bevor sie sich mit den Nachfolgescheiben
beschäftigen... |