In
weniger als 10 Jahren Bandgeschichte und mit nur zwei Albumveröffentlichungen
haben sich AHAB bereits ihre eigene feine und beständige
Nische innerhalb des Doom Metals geschaffen, welche nun mit
The Giant regelrecht zementiert wird, da AHAB
mit ihrem nunmehr dritten Album ihren Stil nahezu perfektionieren.
Und The Giant ist buchstäblich gigantisch!
Gigantisch in seiner Atmosphäre, seiner Ausdruckskraft,
seiner Epik und Melancholie.
The Giant ist einmal mehr ein Konzeptalbum, welches
nautischen Themen folgt. Nur ist es diesmal nicht Herman Melville,
sondern E.A. Poe, der hier für den lyrischen Hintergrund
sorgt. Zentrum und absolutes Highlight des Albums ist Antarctica
(The Polymorphess), welches man durchaus als Essenz des
Schaffens und Potentials von AHAB bezeichnen kann. Natürlich
stehen die anderen, durch die Bank monolithisch langen und erhaben
epischen Stücke dem einen in nichts nach, Antarctica
steht für mich nur besonders heraus.
Sänger Daniel pendelt wie gehabt zwischen tiefen Growls
und klarem Gesang, der sich enorm verbessert hat und gerade
bei Songs wie Fathoms Deep Below für Gänsehaut
sorgt. Musikalisch läßt man die der extremen Langsamkeit
gehorchenden Funeral Doom-Wurzeln ein weiteres Stück hinter
sich und öffnet sich zugunsten einer größeren
Vielfältigkeit wie zum Beispiel Post Rock Einflüssen.
Der abschließende Titeltrack wird mit dem Gastgesang von
Enslaved’s Herbrand Larsen veredelt, der ruhig ein bißchen
ausgeprägter hätte ausfallen können ;)
Wer sich The Giant als Digipack zulegt, kommt
zudem in den Genuß eines Bonustracks (Time's Like Molten
Lead), ebenso, wer sich das dazugehörige Vinyl (Evening
Star) kauft. Kann ich wärmstens empfehlen, denn The
Giant ist wirklich ein famoses Meisterwerk und dürfte
AHAB an die Spitze des Genres katapultieren!