Nachdem dies nun
geklärt wäre, geht es ans Eingemachte. Diese Scheibe
ist von Düsternis und packender Dunkelheit umgeben, deren
gewaltige Atmosphäre von nur einem Musiker erzeugt wird.
Der Zuhörer wird unweigerlich in einen Strudel aus eisiger
Traurigkeit und Wut hineingerissen und es gibt kein Entrinnen.
F51.4 beginnt ruhig und steigert
sich mit jedem weiterem Track an Härte und Schnelligkeit.
Komplexe Songstrukturen lassen keine Langeweile aufkommen
und bei jedem Hördurchgang erschließen sich dem
Hörer mehr und mehr kostbare Details.
Die durchwegs deutschen
Texte, die der Feder von Nocte Obducta Mastermind Marcel Breuer
entstammen, tragen zur Durchschlagskraft der Songs erheblich
bei. Endlich wieder einmal Lyrics, die es wirklich Wert sind,
in einem Booklet abgedruckt zu werden! Speziell dem Track
Auf den nackten Korridoren sollte besondere Aufmerksamkeit
geschenkt werden. Hier erfährt der düstere Black
Metal meiner Meinung seinen Höhepunkt. Verzweifelte Texte
und dramatischer Liedaufbau ergänzen einander perfekt
und entfachen einen wahren Exzess in den Gehörgängen.
Die vertrackten
Songs verlangen dem Zuhörer seine vollste Konzentration
ab. Dies ist keine CD, die als Hintergrundbeschallung dienen
kann. Zum Glück!