AFTER ALL - Mercury Rising
Label: Mausoleum Records
Release: 2002
Von: Hoschi
Punkte: 7,5
 

Seit 1995 treibt die belgische Band AFTER ALL nun schon ihr Unwesen und anno 2002 kommt sie nun mit ihrer achten Veröffentlichung, bzw. ihrer vierten Full-Length CD Mercury Rising daher, welche einerseits durch packende Songs, andererseits durch einen stilübergreifenden Mix von Power Metal unterschiedlicher Prägungen und guten, altem Hardrock zu überzeugen weiß.
Klarerweise zeigen sich AFTER ALL sowohl von der NWoBHM, als auch von US-Speed / Power Metal beeinflusst, was sich vor allem in den ein klein wenig episch wirkenden Songs zeigt (Twist Of Fate). Hinzu kommt noch ein guter Schuss Hard Rock, welcher auch mal mit Mundharmonika aufgewertet werden kann (ziemlich cool) und mich daher sehr an 70iger Jahre Scheiben erinnert.
Besonders gut gefallen mir die Belgier, wenn sie von ihrer etwas zurückhaltenden Art ablassen und etwas schneller nach vorne gehen, so wie z.B. bei Beneath The Flesh oder The Shadow Wall.
Auf jeden Fall klingt Mercury Rising auf keinen Fall modern oder irgendwie angepasst, sondern herrlich Old School, was sich vor allem die älteren Semester unter den Hörern freuen sollte. Die größte Überraschung war für mich der Gesang, welcher weder ganz schriller Eierkneifgesang, noch irgendeine Kiske Kopie ist, sondern vielmehr nach Southern Rock der Marke Molly Hatchet (The Shadow Wall) klingt. Auf jeden Fall ungewohnt, aber vor allem durch das Timbre der Stimme gelingt es der Band immer wieder den Songs etwas eigenes zu geben. Lediglich die Produktion klingt nicht ganz so druckvoll, wie man sich das wünschen würde, sondern eher etwas steif.
Unterm Strich bleibt ein unterhaltsames Stück Musik, welches sich eher an die Fans der Band richtet, welche mit ihr aufgewachsen sind, als an neue Fanschichten, da es mir dafür etwas zu sehr Old School klingt. Mir gefallen vor allem die 70er Jahre Hard Rock Einschübe, welche man heutzutage viel zu selten findet.

After All