ADVENT – The Dawn
Label: Golden Lake Productions
Release: 18.08.2003
Von: Loki
Punkte: 9
 

Wie jetzt ADVENT? Ist denn schon wieder Weihnachten? Wo ist die Zeit und das Jahr nur geblieben? Weg! Und das ich glaube ohne meinen Geburtstag! Schade so ewig schade!
Aber nein halt. Es hat natürlich nichts mit dem Fest des Fickens (Entschuldigung, ich meine natürlich das Fest der Liebe) zu tun.
ADVENT ist eine Band aus Italien und stellen nun ihr aktuelles Album The Dawn vor, ein kleines Metal Meisterwerk mit ein paar Schnitzern.
Gegründet wurde die Band von Giorgio (Gitarre), Ricardo (Drums) und Stefano (Keyboards) Ende 1998. Ein Jahr später stieß dann Federico (Sänger) dazu und komplettierte somit die Band.
Im April 2001 nahm die Band ihr erstes Demo From A Distant Landscape in nur zwei Tagen auf. Im November 2002 nahm die Band drei neue Stücke auf. Diese drei Tracks waren um einiges professioneller und so entstand das zweite Demo der Band Valholl. Letztendlich ging die Band wieder ins Studio, jetzt bei Golden Lake Production und hier entstand dann auch das erste Gesamtwerk der Band.
Auf dem mir vorliegenden Album sind die drei Tracks des Demos Valholl und sechs vollkommen neue gepresst. Auffällig ist, dass die ersten drei Songs auf der CD viel mehr Keyboard-lastiger sind als der Rest. Zu erklären ist das ganz einfach, da diese von eben dem zweiten Demo stammen. Die neuen Songs sind eindeutig mehr der Gitarrenarbeit zugewandt. Persönlich finde ich aber, das die ersten drei genauso geil wie die anderen sechs sind. Sehr melodisch angehaucht ist das ganze schon. Die Band versucht durch sehr viel Abwechslung Pfeffer in das Ganze zu bringen und das gelingt ihnen einfach spielerisch. Frederico’s Stimme ist ein vollkommener Mix aus Growls, Screams und einer einfach sensationellen clean Voice. Und hier muss ich sagen, was der Mann an Stimmenvolumen hat ist schier unglaublich. In schönsten Tönen schmettert er wie Opeth oder Dark Suns. Der Unterschied zu diesen zwei wohl geilsten Bands der Welt ist, das die Musik einfach schneller ist. Melodien und Gitarrenarbeit könnte man gut und gerne mit In Flames oder Dark Tranquillity verwechseln. Und die Keyboards klingen zeitweise nach Dimmu Borgier und Borknagar. Meine persönlichen Favoriten sind allerdings Paradise Lost, The Thing The Sleep In The Abyss und Landscape. Hier darf der Sänger zeigen, was er alles so drauf hat und das ist wirklich eine ganze Menge, ich kann es gar nicht oft genug wiederholen. Ich glaube, das interessante an dieser Band ist ganz einfach, dass sie ihren eigenen Weg gehen ohne sich irgendwelchen Trends anzupassen. Sie vereinigen fast alle Bereiche der Metal Musik in einen großen Epos, welcher mitreißt und zum immer und immer wieder hören auffordert. Der einzige Wehrmutstropfen ist für mich persönlich die Black Metal Passagen. Es wird sicher Fans geben, die gerade das irre geil finden. Ich aber finde sie einfach nur nervig. Ich denke, die Band hat soviel musikalisches Potential, dass sie gut und gerne darauf verzichten könnten. So hoffe ich stark, dass auf der nächsten CD der Black Metal rausfliegt und liebe Leute wenn das der Fall sein sollte, macht euch auf ein Album gefasst, das enorm an der Spitze einschlagen wird!

Advent