| Wie
jetzt ADVENT? Ist denn schon wieder Weihnachten?
Wo ist die Zeit und das Jahr nur geblieben? Weg! Und das ich glaube
ohne meinen Geburtstag! Schade so ewig schade!
Aber nein halt. Es hat natürlich nichts mit dem Fest des
Fickens (Entschuldigung, ich meine natürlich das Fest der
Liebe) zu tun.
ADVENT ist eine Band aus Italien und stellen
nun ihr aktuelles Album The Dawn vor,
ein kleines Metal Meisterwerk mit ein paar Schnitzern.
Gegründet wurde die Band von Giorgio (Gitarre), Ricardo (Drums)
und Stefano (Keyboards) Ende 1998. Ein Jahr später stieß
dann Federico (Sänger) dazu und komplettierte somit die Band.
Im April 2001 nahm die Band ihr erstes Demo From A
Distant Landscape in nur zwei Tagen auf. Im November
2002 nahm die Band drei neue Stücke auf. Diese drei Tracks
waren um einiges professioneller und so entstand das zweite Demo
der Band Valholl. Letztendlich ging
die Band wieder ins Studio, jetzt bei Golden Lake Production und
hier entstand dann auch das erste Gesamtwerk der Band.
Auf dem mir vorliegenden Album sind die drei Tracks des Demos
Valholl und sechs vollkommen neue gepresst.
Auffällig ist, dass die ersten drei Songs auf der CD viel
mehr Keyboard-lastiger sind als der Rest. Zu erklären ist
das ganz einfach, da diese von eben dem zweiten Demo stammen.
Die neuen Songs sind eindeutig mehr der Gitarrenarbeit zugewandt.
Persönlich finde ich aber, das die ersten drei genauso geil
wie die anderen sechs sind. Sehr melodisch angehaucht ist das
ganze schon. Die Band versucht durch sehr viel Abwechslung Pfeffer
in das Ganze zu bringen und das gelingt ihnen einfach spielerisch.
Frederico’s Stimme ist ein vollkommener Mix aus Growls,
Screams und einer einfach sensationellen clean Voice. Und hier
muss ich sagen, was der Mann an Stimmenvolumen hat ist schier
unglaublich. In schönsten Tönen schmettert er wie Opeth
oder Dark Suns. Der Unterschied zu diesen zwei wohl geilsten Bands
der Welt ist, das die Musik einfach schneller ist. Melodien und
Gitarrenarbeit könnte man gut und gerne mit In Flames oder
Dark Tranquillity verwechseln. Und die Keyboards klingen zeitweise
nach Dimmu Borgier und Borknagar. Meine persönlichen Favoriten
sind allerdings Paradise Lost, The Thing The Sleep
In The Abyss und Landscape. Hier darf der Sänger
zeigen, was er alles so drauf hat und das ist wirklich eine ganze
Menge, ich kann es gar nicht oft genug wiederholen. Ich glaube,
das interessante an dieser Band ist ganz einfach, dass sie ihren
eigenen Weg gehen ohne sich irgendwelchen Trends anzupassen. Sie
vereinigen fast alle Bereiche der Metal Musik in einen großen
Epos, welcher mitreißt und zum immer und immer wieder hören
auffordert. Der einzige Wehrmutstropfen ist für mich persönlich
die Black Metal Passagen. Es wird sicher Fans geben, die gerade
das irre geil finden. Ich aber finde sie einfach nur nervig. Ich
denke, die Band hat soviel musikalisches Potential, dass sie gut
und gerne darauf verzichten könnten. So hoffe ich stark,
dass auf der nächsten CD der Black Metal rausfliegt und liebe
Leute wenn das der Fall sein sollte, macht euch auf ein Album
gefasst, das enorm an der Spitze einschlagen wird!
Advent |