Typischer
Death Metal amerikanischer Prägung, der mehr Wert auf Rhythmus
denn auf Melodie legt, dröhnt uns auf Habeas Corpus
entgegen. Die schnellen Parts und tiefen Growls klingen ausgereift
und kompetent, doch sie bieten nichts sonderlich Aufregendes.
Sehr viel interessanter
(und auch aggressiver) tönen da für meine Begriffe
die langsameren, schleppenden Sequenzen. Im Wechselspiel entfachen
die beiden Spieltempi einen nötigen Kontrast, der jedes
Element für sich eindringlicher werden lässt. In
den ersten Stücken wird diese Dynamik in Zwischenspielen
nur angedeutet, wogegen sich das grundlegend langsamer angelegte
vierte Stück Under Command als erster Volltreffer
erweist. Die so erzielte unheilvolle Atmosphäre berührt
mich mehr als dauernde Hochgeschwindigkeit. Die etwas epischeren
Stücke bieten mehr Spielraum für Abwechslung, hin
und wieder findet sich ein irres Gitarrensolo (im Verlauf
von A Stone For Your Skull) oder ein Marschrhythmus
blitzt zur Auflockerung auf (Freedomless). Am Ende
präsentieren uns ABSURD UNIVERSE bei New World
Domination durch thrashiges Riffing eine Slayer-mäßige
Stimmung; auch die symphonische Schlusssequenz versprüht
eine angenehme Note und hätte zwischendurch bei mehrmaliger
Verwendung eine gute Figur gemacht.
Unterm Strich bleibt ein kraftvolles, doch nur teilweise packendes
Album, das seine Stärken in den doomig schleifenden,
unheilschwangeren Klängen offenbart. Vielleicht könnte
dieser Aspekt noch ausgebaut werden, auch einige orchestrale
Farbtupfer mehr hätten den Songs zusätzlichen Tiefgang
verpasst.
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