ABSU Tara

 
Label: Osmose Productions
Release: 2001
Von: Mephisto
Punkte: 10++/10
Time: 50:22
Stil: Black Metal
URL: Absu 
 

Tja, eigentlich habe ich mich noch nie wirklich mit ABSU beschäftigt, aber bin dann doch zufällig dazu gekommen, mir deren neues Werk durchzuhören, WELCH Glücksgriff!

ABSU steigen mit einem Dudelsack-Intro ein, daß einen guten atmosphärischen Nährboden für das darstellt, was danach folgen mag und das ist wahrlich Großartiges! Schon die ersten Klänge des Openers Pillars Of Mercy lassen keine Zweifel darüber offen, was man sich von dieser Scheibe erwarten darf - mitreißende Melodien, treibendes, jedoch zugleich progressives Schlagzeugspiel und aggressiven Keifgesang.

Es ist wirklich ein besonderes Erlebnis, diesem genialen musikalischen Treiben zu lauschen - ABSU verstehen es vorzüglich, den Hörer mit rasenden Melodien zu verzücken, die durch die Gehörgänge zucken, wie Blitze über einen rabenschwarzen Nachthimmel. Unterstützt wird dieses dunkle Gewitter an Riff-Salven von einem Schlagzeuger, der es versteht, den Stücken, die ohnehin schon wahre Edelsteine sind, den letzten Schliff zu verpassen - er vermag sein Spiel sowohl aggressiv auf den Punkt zu bringen als es auch treibend, in die Breite gehend, wirken zu lassen. Nachdem alle Songs der CD durchgehend von höchster musikalischer Qualität sind, werde ich darauf verzichten, spezielle Anspieltips zu nennen. Wo man auch hinhört, das musikalische Feuer von ABSU brennt lichterloh! Es ist fast Irrsinn, wie sehr mich diese Platte mitreißt! Eben noch versucht man sich gedanklich in einen genialen Gitarrenlauf zu verankern, sich mitreißen zu lassen, um nicht zu sagen, sich tragen zu lassen, von diesen verlockenden, ja mit ZWIESPÄLTIGER Verlockung nach Verführung trachtenden Melodien, die den Hörer hoch hinauftragen und dann flink in eine andere Richtung abdrehen, um ihn zurückzulassen in einem wahnsinnigen Geflecht aus ebendiesen progressiven Schlagzeug-Rhytmen, die die, Begeisterung, nein, es drängt sich mir ein anderes Wort - Ekstase - auf, weiter steigern und auf ein Niveau heben, wie man es sich, bevor man diese Erfahrung gemacht hat, nicht auszumalen vermochte. Tara ist eine Platte, die, wenn man sie RICHTIG hört (wenngleich "hören" hier wohl das falsche Verbum ist, da man in diese klanglichen Welten eintauchen, sie MITFÜHLEN muss!) sicherlich erschöpft, da man sich extrem konzentrieren muß, um alle Reize auszuschöpfen, die dieser Silberling bietet. Aber nun mal ehrlich, sind sie nicht alle erschöpfend, ja atemberaubend, die schönen Dinge im Leben? Es ist wirklich unfassbar, welch emotionales Hochgefühl dieses Meisterstück erwecken kann, ich bin selten von einer Platte DERMASSEN überrollt worden. ABSOLUTE GENIALITÄT!!! Nun, ich denke vom musikalischen Aspekt her ist dem kaum noch etwas hinzuzufügen...

Zur Produktion muß ich sagen, sie ist eigentlich etwas dreckig, das steht der Platte aber gut zu Gesicht, einen besser passenden Sound hätte man für diese Platte kaum finden können. Ein paar Worte möchte ich auch noch zum wirklich großartig gestalteten Booklet verlieren, daß mit all den grandiosen Zeichnungen, Fotos und den zur Platte gehörenden Texten die Stimmung perfekt wiederspiegelt.

So, nun zur mathematischen Bewertung dieses famosen Stückes musikalischen Hochgenusses...tja, muß ich die 10 noch hinschreiben? Darf ich auch 11 nehmen? Oder mehr? Ich schreib jetzt bewusst nicht 10,666 weil das wäre noch zu wenig... also ehrlich auf einer Skala von 1-10 ist diese Platte mindestens 13. Mal sehen, was die Redaktion dazu sagt. Egal. Das Ding ist Gott. 13, nicht weniger! Eher mehr! Und wenn ich dafür gesteinigt werde!!!
Kauft euch diese CD, sie ist EINFACH NUR GEIL! Jeder der hier nicht zugreift, entmündigt sich praktisch selbst. Jaja, ich hör ja schon auf 3:-P. *vor ABSU verneig und abtret*...