Die
Katze lässt das mausen nicht ;) Die Jungs von ABANDON
HOPE aus dem Münsterland treiben nun schon seit
mindestens 15 Jahren ihr Unwesen in der heimischen Musik- und
Metalszene, in den verschiedensten Bands und Projekten, aber
irgendwie immer mit einer ähnlichen musikalischen Grundausrichtung
;)
ABANDON HOPE gibt es seit nunmehr 3 Jahren
und nach dem 4-Track Demo Existence
aus dem Gründungsjahr bläst nun die erste, in Eigenproduktion
veröffentlichte Langrille namens The Endless
Ride alles an die Wand und mir bleibt nichts weiteres
übrig, als mich in die lange Schlange der positiv überraschten
Laudatoren einzureihen. Und ich tu es gerne!
The Endless Ride kommt im wirklich
schön aufgemachten Digipack mit 20-Seiten Booklet und einem
ultra-fetten Sound: differenziert, druckvoll, nein – mit
nem Wahnsinns Punch, ein bisschen undergroundig und dreckig.
Geil!
Musikalisch gibt es eine Mischung aus alten Pantera, Down, alten
Sepultura, Machinenhead, einen alternativen Einschlag a la Life
Of Agony und eine kräftige Prise Stonerrock (Richtung Kyuss
vielleicht). Wenn man genau hinhört, findet man aber noch
deutlich mehr Einflüsse. Zitate an allen Ecken, von Nevermore
bis AC/DC. Und gewisse Roots lassen sich ebenso wenig wegleugnen,
was zu nem Abzug in der B-Note für Innovation führt,
aber damit kann ich leben, denn das gebotene Sammelsurium ist
doch sehr erfrischend und tritt mächtig Arsch, auch wenn
einige Puristen hier wohl die Wände hochgehen werden…
Wie auch immer, schon das Intro The Goddess macht klar,
was zu erwarten ist, Power und Groove satt. Der Bass ist 3 Ecken
tiefer gestimmt und ruled wie Sau ;) Nahtlos übergehend
in Someone’s Desire überrascht Hommels Gesang:
clean, sehr melodiös und sehr emotional. Fast schon Emo.
Auch hier Anlehnungen an diverse Sangeshelden. Extrem geil sind
neben den bereits erwähnten Opener The Sad, The Damned,
The Dead und Lost But Not Forgotten. Mit der Jethro
Tull Coverversion Locomotive Breath (einer der geilsten
Klassiker überhaupt) konnte ich mich zunächst nicht
anfreunden, aber wenn man das Stück ein paar Mal gehört,
will es nicht mehr aus dem Kopf.
Ich muss gestehen, The Endless Ride
ist eines der besten Eigenproduktionen in 2006, die in meinem
Player gelandet sind. Damit hab ich nicht gerechnet. Respekt
und Hut ab vor ABANDON HOPE! Amen.
Oh, das Album gibt es für laue 10 Euronen auf der Homepage.
Kaufen!