2026-09-03 DE – Balve - Balver Höhle
 

Simone Salvatori - Arthur Brown - Neun Welten - Nest - Opening Ceremony & Welcome Drink

Freitag

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Die ersten Gäste der Prophetic Overture haben sicherlich noch nasse Füße bekommen und Zelt aufbauen im Regen ist ganz bestimmt auch kein Highlight, aber kurz darauf hatte Peter Pan ein Einsehen und die Sonne kam heraus. Also ein ganz wunderbarer Start in das PROPHECY FEST 2026. Die Fans waren bereits zahlreich anwesend und ließen sich fleißig am Bierstand den Willkommenstrunk einschenken. Beide Sorten standen zur Verfügung, das Witty Owl mit einer leichten Orangen-Note von Markus Stock und das Golden Omen, ein helles kräftiges Pilsner, von Tobias Mohrmann. Beide sehr lecker ;) Dazu gab es den PROPHECY FEST Becher für 2 Euro Pfand.
Überall fanden sich Fans und/oder Freunde zu kleinen Grüppchen zusammen, um zu quatschen, zu philosophieren oder sich einfach zu freuen, wieder hier zu sein. Es wurden Bänke aufgestellt und schonmal das Holz auf die Feuerschalen verteilt, während die Abendsonne der Prophetic Overture eine warme und gelassene Atmosphäre verlieh.

:: Fotos :: NEST ::

Die Prophetic Overture auf der schön hergerichteten Wiesenbühne wurde von :: NEST :: eröffnet, dem Projekt des finnischen Künstlers Aslak Tolonen. Zu atmosphärischer Musik aus der Konserve, die ich mal als Ambient/Dungeon Synth bezeichnen würde, spielte Aslak Tolonen live die Kantele, (ein traditionelles finnisches Instrument einer Zither ähnlich), die er, wie er mir später erzählte, selbst gebaut hat. Also ein handgefertigtes Einzelstück, daß es nur einmal so auf dieser Welt gibt. Der Sound war übrigens fantastisch, den ganzen Abend über.
NEST präsentierte eine rein instrumentale Darbietung, auch wenn in den Samples schon mal Stimmen oder Gewisper zu hören war. Action gab es nicht, da Tolonen mit der Kantele auf dem Knie doch recht eingeschränkt war. War auch nicht nötig ;) Die Musik alleine mit dem wilden Wolkenspiel vor der untergehenden Sonne zauberte eine fantastische Stimmung. Das Publikum lauschte mit geschlossenen Augen und war mucksmäuschenstill, nur um hinterher noch vehementer zu applaudieren und am Ende auch noch eine Zugabe zu fordern, die auch gewährt wurde. Hach war das schön!
Bleibt zu hoffen, daß es in absehbarer Zeit auch mal wieder neue Musik zu hören gibt, denn die letzte reguläre Veröffentlichung, Mietteitä, hat schon etwas Staub angesetzt (2015) ;)

Band: Aslak Tolonen
Setlist: Kontio, The Silvershade Lynx, The Turning Of The Tides, Moonbow, Hunt, A Winternight Visage, Land Behind The Mist, Renewal

Danach, oder besser gesagt zwischen den Sets, sollte es eigentlich Campfire Musik mit Felix Tilemann geben. Hab ich den verpasst? Performte er an einer anderen Stelle? Ich hab ihn weder gesehen noch gehört.

:: Fotos :: NEUN WELTEN ::

Danach stehen die :: NEUN WELTEN :: lt. Sänger/Gitarrist Meinolf zum ersten Mal in voller und originaler Besetzung beim PROPHECY FEST auf der Bühne, um das 20-jährige Jubiläum des Debüt-Albums, Vergessene Pfade, zu feiern. In seiner Gänze wurde das Album aber nicht gespielt – es gab sieben der zehn Tracks, dazu Frosthauch von Destrunken und Pan. Trotz der akustischen und instrumentalen Performance (die Metal-Show gibt es am Freitag) lag ordentlich Energie in der Luft, was zum großen Teil an der Spielfreude der Band lag, die es sichtlich genoß wieder zusammen zu musizieren. Die Stimmung war derweil eine andere als bei Nest, nicht so verträumt und kontemplativ, aber nicht minder bezaubernd. Die Fans waren hingerissen und der Beifall frenetisch. Und auch hier kamen laute Rufe nach einer Zugabe :)
Ach übrigens, wäre es nicht mal wieder an der Zeit für ein neues Album? The Sea I'm Diving liegt immerhin fast zehn Jahre zurück…

Band: Meinolf Müller (vox, git), Aline Deinert (violin), David Zaubitzer (git, cello), Alexander Seidel (bass), Anja Hövelmann (flute), Michael (drums), Marten Winter (tambourin)
Setlist: Nahend Zauberwald, Nebelland, Auf kargem Fels, Heidenacht, Midsommer, Pan, Frosthauch, Svartalfheim, Valg

:: Fotos :: ARTHUR BROWN ::

Nun sollte endlich der Headliner für das PROPHECY FEST 2027 angekündigt werden. Jeder war spürbar neugierig, den das Label Prophecy Productions wich ungewohnt vom üblichen Prozedere ab, was reichlich für Spekulationen sorgte. Den Rahmen für die Ankündigung schufen Gunnar Sauerman (Pressesprecher Prophecy Productions) und :: ARTHUR BROWN :: the god of hellfire, der uns erstmal… Feuer bringen wollte. Zu seiner spontanen Impromptu-Performance zu Fire zündeten Helfende Hände das Holz in den Feuerschalen an. Also, sie versuchten es. Vielleicht war das Holz vom Regen zu feucht, , denn so richtig zünden wollte es nicht, sorgte nur für jede Menge Rauch. Egal. ARTHUR BROWN ließ es sich nicht nehmen von der Bühne ins Publikum zu hopsen und dort eine Runde zu drehen. Die Fans flippten total aus und der alte Mann genoß das sichtlich :)

Danach war es dann aber soweit, Arthur und Gunnar kündigte den Headliner für das PROPHECY FEST 2027 an. Und dieser ist…

FALKENBACH

Dies wird die erste jemals stattfindende Live-Show von FALKENBACH sein, exklusiv auf dem PROPHECY FEST 2027. Ob es die einzige Live-Show bleiben wird… wer weiß ;) Ich muß gestehen, daß ich seinerzeit vom Zweitwerk ...magni blandinn ok megintíri... absolut begeistert war.
Über die Reaktionen im Publikum muß ich wohl nix sagen. Es gab Gekreische wie bei einem Boygroup-Konzert… ;)
Und… Und… das PROPHECY FEST 2027 hat sich in weniger als 24 Stunden nach dem offiziellen Verkaufsstart: Ausverkauft!
Krass. Ich hatte hier erst noch geschrieben, daß die Tickets schneller weggehen, als man das Portemonnaie ziehen kann… nun ja…

:: Fotos :: SIMONE SALVATORI ::

Die Camp-Feuer wollten immer noch nicht so richtig brennen, trotz ernsthafter Bemühungen vieler Fans die Glut anzufachen. Als finale Performance des Abends enterte ein gutgelaunter :: SIMONE SALVATORI :: mit seiner Gitarre die Bühne und spielte akustisch einen schmissigen Querschnitt aus der Historie von SPIRITUAL FRONT,
Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß SALVATORI auch eine… nennen wir es "Reizfigur" ist. Er ist sicherlich selbst nicht der rechten Szene zuzurechnen, hat aber auch keiner Scheu mit selbiger wiederholt auf verschiedene Weise zu kollaborieren. SALVATORI pflegt ja gerne das Image des politisch unkorrekten Provokateurs und agiert ebenso in der linken wie Gay-Szene. Was man jetzt daraus macht… hm. Bereuen tut er jedenfalls nichts. Er lebt den Moment, wie er mal in einem Interview sagte.

Band: Simone Salvatori
Setlist: We Could Fail Again, Dear Lucifer, Darkroom Friendship, No Kisses On The Mouth, Odete, The Days Of Anger, Song For The Old Man, Slave

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Story & Pics © Dajana & Dajana Winkel • Photography