Ist man im schier unendlichen Net auf der Suche nach einer passablen Deutung des „Vater Unser“ und damit einhergehend mit „Gottes Wille geschehe“, stößt man auf mindestens genau so viel unendliche Interpretationen – zum Teil gedanklich nachvollziehbar, zum Teil größter Nonsens. Es geht aber auch anders! Eine Interpretation sticht zwischen all den Geschichte besonders hervor: die musikalische von GODS WILL BE DONE. Knochenharter, kompromissloser Thrash Metal auf hohem Niveau, der, wenn er denn Verschnaufpausen duldet, wie ein Bombenteppich auf all die Sünder herunterregnet und in kaltblütiger Schonungslosigkeit aufschlägt. Der geplante Gang in den Beichtstuhl hat sich somit erledigt…

Bezeichnenderweise haben die Thrash Metal Heads ihr Hauptquartier in der Domstadt Paderborn aufgeschlagen. Aber nicht alle Bandmates in GODS WILL BE DONE und dem musikalischen Vorgänger GREED waren und sind Deutsche. GODS WILL BE DONE steht vielmehr für Völkerverständigung. Seit den musikalischen Anfängen anno 1996 bekleideten regelmäßig Wurzeln aus dem United Kingdom und Deutschland im ausgewogenen Verhältnis die Band. Zeitweise wurden auch griechische Einflüsse mit einem damaligen Gitarristen in die Band aufgenommen. Seit 2005, dem Gründungsjahr von GODS WILL BE DONE, hat sich das Verhältnis zu Gunsten der Deutschen entwickelt. Der ewige Kampf England – Deutschland scheint auch hier wieder wie gewohnt gewonnen zu sein. Hauptsongwriter und Guitarrero Adam kann zwar auch England mal als Gewinner ausmachen (s. Interview), allerdings hat sich das Line-Up um Urmitglied Holger (Bass) mit Marcus (Drums), Gulle (Vocals) und Alex (Guitar) um drei weitere Deutsche verstärkt. Und um das Verhältnis einigermaßen wieder auszugleichen wurde mit Reg Jones – Adam’s ehemaliger Drummer bei VERBAL WARNING – ein Waliser für die Lyrics engagiert.

Songwriter Reg

God is a little early, and I told you!

Stand for or against me, your life or death you choose
History forgets the losses of the side who lose
Crusading religion or purging for my race
A genocide before me, I hunger for the chase

Gulle hat damit allerdings kein Problem: „Ich fühl mich von den Texten aber nicht unterdrückt, im Gegenteil, wir telefonieren zusammen und arbeiten auch meine Ideen aus.“

Holger
Adam
Gulle
Alex
Marcus

Viele Jahre im Musikbusiness bedeuten auch gleichzeitig eine Tonne von Erfahrungen. Natürlich gibt es Berg- und Talfahrten und beides gilt es in positive Energie umzusetzen. Das die Band mit ihrem Durchschnittsalter in den 30ern dabei auf einiges an Geschehnissen zurückblicken kann ist selbstverständlich. „Wir machen dass wo wir Spaß dran haben, was wir selber gerne hören und selber hören wollen. Als wir vor 3 Jahren angefangen haben war Thrash überhaupt noch nicht wieder populär wie das kleine Revival das jetzt wieder gestartet ist.“ […] „Wir gehen die ganze Sache mittlerweile viel lockerer an und setzen uns nicht so unter Druck wie in der Zeit davor.“ Alex spricht damit die Unkompliziertheit aus wenn es darum geht für wen und welchen Zweck GODS WILL BE DONE Musik machen – für sich selbst und die Personen, die wissen wie guter aggressiver Stahl der Marke Exodus geschmiedet sein muss. Das das bereits eine Vielzahl der Print- und Onlinemedien erkannt hat, zeigt die positive Flutwelle an Reviews bis hin zum Demo des Jahres.

Demo 2007

Tracklist

1. High On Hate
2. Lamb Of Sacrifice
3. Eat You Whole
4. I Came To Die
5. Near Death Experience

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» Review

Das GODS WILL BE DONE ihre Brutalität nicht nur auf CD gekonnt intonieren können, sondern diese Energie live noch um ein Vielfaches steigern können, ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr: „[…] Musikalisch gibt es natürlich die volle Thrash-Breitseite und nein, es werden dabei keine Gefangenen gemacht. Wer kann, zieht vor der Bühne mit, der Rest verpisst sich mit eingezogenem Schwanz […]“. Eiskalt beobachtet und notiert von Calani beim Gig in der Paderborner Kulturwerkstatt im Oktober 2007. Six-Stringer Alex ist sich dessen durchaus bewusst: „Nach den ersten drei Songs unserer Gigs können die Leute anscheinend nicht mehr. Also gönnen wir den Metalheads spätestens als vierten Track eine Verschnaufpause. Groover aus der Pantera Feder eignen sich da bestens für!“. Gottes Wille zeichnet sich also doch durch Barmherzigkeit aus!

Ziehst auch du den Schwanz ein oder bist du Thrasher?

Kontakt:

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Daniela Lipka
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the.wangacopta