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3 Jahre sind ins Land gezogen, seitdem uns ZYKLON
mit dem Black/Death Metal Inferno World Ov Worms
weggeblasen haben und Gitarrist Samoth und Drummer Trym im Zuge
der dahinwelkenden Emperor ihr neues Standbein präsentierten.
Die Erwartungen zum Nachfolger waren nun hoch und dementsprechend
enttäuscht war ich anfangs, als Aeon
bei mir im CD-Player rotierte. Denn neben absolut langweiligen
und einschläfernden Songs wie Core Solution und
Two Thousand Years, die beide elends-langsam aus den
Boxen kriechen, stellte sich im Rest des Materials trotz des beschleunigten
Tempos auch eine gewisse Monotonie ein, welche nicht gerade für
ein Elite-Black/Death-Werk spricht. Nach ein paar Durchläufen
aber erzielt Aeon dann doch noch seine Wirkung und weiß
durchaus zu überzeugen. Der Opener Psyklon Aeon
knüpft dabei nahtlos an das Debüt an und macht keine
Gefangenen. Coole Riffs und fettes Drumming sorgen hierbei für
einen Death Metal Kracher par excellence, während bei Subtile
Manipulation wieder die Geschwindigkeitsgrenzen ausgelotet
werden. Der Rest des Materials bewegt sich dann in eher gemäßigten
Gefilden und genau hier beginnt auch der Hang zur Wiederholung,
da die Riffs teilweise doch zu ähnlich klingen. Nachdem Daemon
(ex-Limbonic Art) den Posten des Shouters nicht mehr innehat und
durch Secthdemon (Myrkskog) ersetzt wurde, muss dessen Vocal-Arbeit
aber dementsprechend gewürdigt werden, denn neben Growls
und Schreien finden sich auch ein paar Passagen, die fast schon
hardcore-mässig „gesungen“ werden und sich hervorragend
ins Gesamtbild einfügen.
Ob ZYKLON mit Aeon DER große Wurf gelungen
ist, bleibt mal dahingestellt. Fans der ersten Stunde werden sowieso
zuschlagen, der Rest – sofern man Morbid Angel, Gorguts
oder neuere Emperor hört - sollte mal reinhören. Von
einem Gitarristen wie Samoth hätte ich aber, ehrlich gesagt,
mehr erwartet.
Zyklon |