ZYKLON – Aeon
Label: Candlelight Rec.
Release: 02.09.2003
Von: Medion
Punkte: 7,5
 

Fast 3 Jahre sind ins Land gezogen, seitdem uns ZYKLON mit dem Black/Death Metal Inferno World Ov Worms weggeblasen haben und Gitarrist Samoth und Drummer Trym im Zuge der dahinwelkenden Emperor ihr neues Standbein präsentierten. Die Erwartungen zum Nachfolger waren nun hoch und dementsprechend enttäuscht war ich anfangs, als Aeon bei mir im CD-Player rotierte. Denn neben absolut langweiligen und einschläfernden Songs wie Core Solution und Two Thousand Years, die beide elends-langsam aus den Boxen kriechen, stellte sich im Rest des Materials trotz des beschleunigten Tempos auch eine gewisse Monotonie ein, welche nicht gerade für ein Elite-Black/Death-Werk spricht. Nach ein paar Durchläufen aber erzielt Aeon dann doch noch seine Wirkung und weiß durchaus zu überzeugen. Der Opener Psyklon Aeon knüpft dabei nahtlos an das Debüt an und macht keine Gefangenen. Coole Riffs und fettes Drumming sorgen hierbei für einen Death Metal Kracher par excellence, während bei Subtile Manipulation wieder die Geschwindigkeitsgrenzen ausgelotet werden. Der Rest des Materials bewegt sich dann in eher gemäßigten Gefilden und genau hier beginnt auch der Hang zur Wiederholung, da die Riffs teilweise doch zu ähnlich klingen. Nachdem Daemon (ex-Limbonic Art) den Posten des Shouters nicht mehr innehat und durch Secthdemon (Myrkskog) ersetzt wurde, muss dessen Vocal-Arbeit aber dementsprechend gewürdigt werden, denn neben Growls und Schreien finden sich auch ein paar Passagen, die fast schon hardcore-mässig „gesungen“ werden und sich hervorragend ins Gesamtbild einfügen.
Ob ZYKLON mit Aeon DER große Wurf gelungen ist, bleibt mal dahingestellt. Fans der ersten Stunde werden sowieso zuschlagen, der Rest – sofern man Morbid Angel, Gorguts oder neuere Emperor hört - sollte mal reinhören. Von einem Gitarristen wie Samoth hätte ich aber, ehrlich gesagt, mehr erwartet.

Zyklon