YYRKOON – Unhealthy Opera

 
Label: Osmose Productions
Release: 20.02.2006
Von: Stormlord
Punkte: 8/10
Time: 48:36
Stil: Death Metal
URL: Yyrkoon
 
Die Unhealthy Opera ist Death Metal mit durchschlagskräftigen Songs, in denen tolle Gitarrenmelodien nicht vergessen wurden. Der raue, angenehm abwechslungsreiche Gesang (pendelt zwischen heiser kreischend und tief gurgelgrowlend) passt haarscharf. Zusätzlich bietet die Band in den Tracks variable Schlagzeugarbeit, sowie ab und zu langsamere schleifende Parts, die dem Süppchen dann die wahre Würze geben.
Vom Sound her orientiert man sich an amerikanischen Vorbildern wie Morbid Angel, aber mit durchblitzenden nordischen Melodien. Manchmal wird es richtig langsam wie im Titellied Unhealthy Opera, aber nur um wieder richtig hart loszuschlagen zu können – und das wirkt dann besonders intensiv; oder kurz gesagt: entweder headbangen oder zuhören und genießen, das ist Metal mit Anspruch und hohem Spaßfaktor, das geht gut nach vorne los! Gott sei dank setzen YYRKOON nicht nur auf Geschwindigkeit, ganz gut passend ist das Instrumental Temple Of Infinity eingestreut, der Hörer wird in entspannte Klangwelten entführt, um jäh wieder aus dem kurz währenden Elysium aufgeschreckt zu werden, wenn Abnormal Intrusion umso heftiger loslegt.
Was ist das Geheimnis von YYRKOON? Sie setzen auf Kontraste, um sowohl die harte als auch die melodische Seite wirklich effizient einsetzen zu können, ein langsamer Teil bedingt eine Potenzierung der Härte wenn's wieder schneller zur Sache geht! Liar ist als zweiter akustischer Song geschickt vor das Abschluss-Doppel platziert worden – mit dem folgenden …Of Madness gibt man sich zuerst groovy, um dann wieder mit Blastbeats nur so um sich zu schmeißen, gesprochene Passagen kommen vor und lassen nie das Gefühl von Langeweile aufkommen, Injecting Dementia, walzt dann zum Schuss einer Dampframme gleich noch den letzten unverletzten Hörnerv nieder, verharrt aber nicht im Midtempo, sondern legt einen Zwischensprint ein, um sich dann mit schleppenden Parts abzulösen. Beim auf der limitierten Version zu findenden Bonustrack Signs überraschen YYRKOON doch glatt mit Klargesang, was der Band gut zu Gesicht steht.
Abschließend kann ich noch mal zusammenfassen, dass hier den Songschreibern im Lager von YYRKOON Lieder mit technischem Anspruch, die gleichzeitig stets headbangerfreundlich bleiben, gelungen sind. Ein Album, das gleichermaßen zum Mitbangen als auch zum Zuhören geeignet ist!