Die
Unhealthy Opera ist Death Metal mit
durchschlagskräftigen Songs, in denen tolle Gitarrenmelodien
nicht vergessen wurden. Der raue, angenehm abwechslungsreiche
Gesang (pendelt zwischen heiser kreischend und tief gurgelgrowlend)
passt haarscharf. Zusätzlich bietet die Band in den Tracks
variable Schlagzeugarbeit, sowie ab und zu langsamere schleifende
Parts, die dem Süppchen dann die wahre Würze geben.
Vom Sound her orientiert man sich an amerikanischen Vorbildern
wie Morbid Angel, aber mit durchblitzenden nordischen Melodien.
Manchmal wird es richtig langsam wie im Titellied Unhealthy
Opera, aber nur um wieder richtig hart loszuschlagen zu
können – und das wirkt dann besonders intensiv; oder
kurz gesagt: entweder headbangen oder zuhören und genießen,
das ist Metal mit Anspruch und hohem Spaßfaktor, das geht
gut nach vorne los! Gott sei dank setzen YYRKOON
nicht nur auf Geschwindigkeit, ganz gut passend ist das Instrumental
Temple Of Infinity eingestreut, der Hörer wird
in entspannte Klangwelten entführt, um jäh wieder
aus dem kurz währenden Elysium aufgeschreckt zu werden,
wenn Abnormal Intrusion umso heftiger loslegt.
Was ist das Geheimnis von YYRKOON? Sie setzen
auf Kontraste, um sowohl die harte als auch die melodische Seite
wirklich effizient einsetzen zu können, ein langsamer Teil
bedingt eine Potenzierung der Härte wenn's wieder schneller
zur Sache geht! Liar ist als zweiter akustischer Song
geschickt vor das Abschluss-Doppel platziert worden –
mit dem folgenden …Of Madness gibt man sich zuerst
groovy, um dann wieder mit Blastbeats nur so um sich zu schmeißen,
gesprochene Passagen kommen vor und lassen nie das Gefühl
von Langeweile aufkommen, Injecting Dementia, walzt
dann zum Schuss einer Dampframme gleich noch den letzten unverletzten
Hörnerv nieder, verharrt aber nicht im Midtempo, sondern
legt einen Zwischensprint ein, um sich dann mit schleppenden
Parts abzulösen. Beim auf der limitierten Version zu findenden
Bonustrack Signs überraschen YYRKOON
doch glatt mit Klargesang, was der Band gut zu Gesicht steht.
Abschließend kann ich noch mal zusammenfassen, dass hier
den Songschreibern im Lager von YYRKOON Lieder
mit technischem Anspruch, die gleichzeitig stets headbangerfreundlich
bleiben, gelungen sind. Ein Album, das gleichermaßen zum
Mitbangen als auch zum Zuhören geeignet ist!