Mastermind
Jayênne, der seinerzeit die Techno-Szene in ihren Anfangstagen
deutlich mitgeprägt hatte, bewegt sich mit XPQ-21
in Elektro(Punk) Regionen, wo als Referenz schon mal Namen wie
Nina Hagen und Billy Idol fallen. Nach knapp vierjähriger
Pause sind XPQ-21 mit einem edel gestalteten
Hochglanz-A5 Doppel-CD-Package mit 28-Seiten-Booklet zurück
und räumen mit ihrem vierten Album Alive
mal wieder alles was geht ab.
Maßgeblich ist natürlich die erste CD, die das eigentliche
Alive Album enthält, auch wenn
es hier mit White And Alive (Clubversion) ebenfalls
einen Track (vom 2002er Album Chi)
in wieder aufbereiteter Version gibt.
Alive glänzt mit homogenen, teils
ineinander übergehenden Kompositionen mit opulenten Spielzeiten,
packenden Beats auf der einen Seite und sphärischen Soundkaskaden
und Zwischenspielen auf der anderen. Besonders im Ohr stecken
bleiben natürlich White And Alive, die zynisch
angelegten Jesus Was Gay (mit schönem, sakralem
Outro) und Sonne, die treibenden Clubkracher In
Your Eyes und Beautiful, der sehr ruhige und verträumte
Rausschmeißer Changes… eigentlich ist fast
jeder Song auf Alive ein Hit.
Dazu gibt es noch mit Bumble Bee und The First
One zwei Bonustracks. Die zitierte Punkattitüde vermisse
ich allerdings in den Tracks, auch wenn Dead Body durchaus
an Billy Idol, oder besser an Sigue Sigue Sputnik erinnert,
ist damit aber der einzige Vertreter.
Auf CD 2 finden
sich 16 Remixe namenhafter Künstler zu insgesamt 5 verschiedenen
XPQ-21 Stücken. Hier gefallen mir besonders
die Dead Body Versionen von Dope Stars Inc. (das
rockt) und Alice In Videoland, die Beautiful Remixe
von Funker Vogt und Skinjob oder auch die Kurzfassung von
In Your Eyes.
Insgesamt sowohl optisch wie auch musikalisch ein Leckerbissen.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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