WITHIN TEMPTATION – Mother Earth
 
Label: Supersonic/GUN Records
Release: 27.01.2003
Von: Dajana
Punkte: 7.5/10
Time: 53:54
Stil: Epic Metal
URL: Within Temptation
 
Szenekenner werden sich vielleicht wundern ... ein neues WITHIN TEMPTATION Album? Nein, ist es nicht! Mother Earth ist der Re-Release des in 2001 erschienenen Albums der Holländer. Jenes wurde damals nur in den Benelux Ländern veröffentlicht, konnte aber unverhofft Unmengen an positiven Credits einheimsen, so dass WITHIN TEMPTATION nicht nur die Charts enterten, Gold, sowie Platin bekamen; in kürzester Zeit konnten sie auch auf den großen Festival Bühnen spielen. Nun hat sich G.U.N. Records des Sextetts um Sängerin Sharon angenommen, um die Band europaweit ins rechte Licht zu rücken.
Mother Earth
wurde mit 4 Bonustracks aufgepeppt und kommt im edlen Digipack. Das ursprüngliche Cover wurde von Orange-gelb auf einen dezenten grünen Background umgestaltet.
Musikalisch gibt es epischen, orchestralen Metal. Symphonische Elemente verbinden sich mit wuchtigen Gitarren mit einer absolut glasklaren Produktion im Rücken. Diverse Flötenklänge verleihen der Musik einen Hauch von Mittelalter Atmosphäre, ohne das Album aber konkret in diese Richtung zu lenken. Der Gesang und die Stimme von Sharon den Adel ist sicherlich Geschmacksache. Ich mag sie nicht. Sie bewegt sich weitestgehend in recht hohen Gefilden. Ist dabei allerdings klar. Dennoch fehlt es mir persönlich an Kraft und Ausdrucksstärke in der Stimme. Insgesamt gesehen macht sie aber ihre Sache gut, wechselt häufig in den Tonlagen und ab und zu wird der Gesang überlagert, so dass er die Ausmaße eines Chors annimmt. Beim Opener und Titeltrack Mother Earth gibt es Unterstützung durch einen männlichen Chor, welcher die epische Atmosphäre noch unterstützt. Davon könnte es ruhig mehr geben, so lange man nicht in die Elfenstimme-Grunzegesang Klischees abgleitet (wie z.B. ansatzweise bei den Live Versionen). Das weitestgehend von einem Piano begleitete und sehr ruhige Our Farewell bildet eine Ausnahme. Im übrigen ist das Orchester echt, zumindest von der Aufnahme her.
Bei den Bonustracks handelt es sich mit Deep Within (Enter) und The Dance (The Dance EP) um Live Versionen aus dem letzten Jahr. Restless ist der Opener vom Erstlingswerk Enter (1997) der auch als Single veröffentlicht wurde. Bittersweet ist eine bis dato unveröffentlichte B-Seite.

Fazit: Musikalisch gesehen ein fantastisches Album voller emotionaler Stärke. Nun ja, nur der weibliche Gesang geht mir auf die Dauer echt auf die Nerven.
Passend zur Veröffentlichung von Mother Earth 2002 werden WITHIN TEMPTATION den deutschen Abschnitt der Paradise Lost Tour als Support bestreiten.