Manchmal
ist das Leben des Rezensenten schwer. Zum Beispiel wenn man
eine Kritik schreiben soll, die mit einem Satz bereits beendet
wäre, man trotzdem einen richtigen Artikel auf Papier bringen
muss. So auch bei WET ANIMAL und ihrem selbstbetiteltem
Album. Dieser Mischmasch aus Hard- und Stoner- Rock überzeugt
keine Sekunde lang. WET ANIMAL wären gerne
Aerosmith oder Guns and Roses auf LSD, leider reicht es nur
für Tokyo Hotel auf Koffein. Die Songs sind einfach nur
billiger Durchschnitt, langweilig und vorhersehbar. Insgesamt
suche ich vergebens nach Höhepunkten, dafür sind die
Tiefs umso zahlreicher. Die Produktion klingt sehr nach 80er
Jahre, ist also Geschmackssache. Leider wurde Sänger Shane
Pasqualla sehr schlecht abgemischt. Es wundert mich, wie dieses
Album die Handschrift von Rick Wartell, Gründer der Stoner/Doom
Institution Trouble tragen kann.