WALLS OF JERICHO – The Bound Feed The Gagged Re-Release

 
Label: Trustkill
Release: 16.11.2007
Von: the.wangacopta
Punkte: 7/10
Time: 22:37
Stil: Hardcore
URL: Walls Of Jericho
 
Tja, was soll die Hardcore Community von dieser Veröffentlichung halten?! Diesen Release sollte man sicherlich aus zweierlei Perspektive betrachten: 1. aus kommerzieller Sicht und 2. aus dem musikalischen Blickwinkel. Fangen wir bei 1 an: Wer die Historie und die Entwicklung von WALLS OF JERICHO kennt weiß, dass sich die Kapelle über die Jahre hinweg durch exzessives Touren in der Hardcore Szene etabliert hat und generell mit Top Acts (egal ob Sick Of It All oder in 2008 Napalm Death) die Bühnenbretter zum bersten bringt. The Bound Feed The Gagged kam bereits 1999 als Debüt auf dem Markt und 9 Jahre später kommt der Re-Release – ohne Bonusmaterial und soundtechnisch kaum überarbeitet. Geld stinkt? Auch wenn die erste Pressung ausverkauft sein sollte (was ich nicht weiß), die schnell verdiente Kohle hat sicherlich seinen Eigengeruch.
Musikalisch ist das was die Combo um Frontfrau und Frontröhre Candace Kucsulain auf The Bound Feed The Gagged zu bieten absolut ok und für das erste Release ein Achtungserfolg. Im Gegensatz zu den Folgereleasen All Hail The Dead, From Hell und With Devils Amongst Us All geht’s auf dieser Scheibe noch einiges ungehobelter und mit mehr Hardcore als Metal zu Werke als auf den anderen Scheiben. Sicherlich hat Candace Kucsulain da maßgeblichen Anteil dran, die Gute schreit, keift und bellt bis die Lungenflügel sich von Innen nach Außen kehren und gibt der Scheibe erst den rotzigen Kick mit. Einige Breakdowns, stellenweise ungezügeltes Songwriting und ein paar heftige Arschtrittriffs reichen aus, um Pittaugliche 22 Minuten zu schaffen.
Es gibt sowohl genügend Gründe dafür als auch einige dagegen sich das Erstlingswerk von WALLS OF JERICHO zuzulegen. Wer aber einzig und allein auf die Entwicklung der soundtechnischen Möglichkeiten von 1999 zu 2008 abfährt, der wird hier zufrieden gestellt.