VISION
DIVINE, gegründet von Olaf Thorsen (Labyrinth),
zwischenzeitliche Station von Fabio Lione (Rhapsody; ex-Labyrinth)
und bereits ausgestattet mit dem Ruhm von 4 Alben, zeigen sich
wieder der Weltöffentlichkeit. The 25th Hour
heißt das Werk aus dem Land der Pizza und
der Chianti-Weine. Warum ich gerade diese Beispiele bringe?
Weil ich kann… nein, weil es passt. Die Vielschichtigkeit,
Variabilität und dabei aber auch die simple Idee einer
Pizza passen sehr schön zu den 11 Songs. Verspielte Gitarren
und Keyboards überall, mal schnell mal langsam und dabei
eingängig. Man höre nur mal A Perfect Suicide
oder den fulminanten Titeltrack des Albums. Die Salami, der
Schinken und Pepperoni der Gitarren. Der saftige Teig der Drums,
kombiniert mit der (wie eigentlich immer bei guten Bassern)
unauffälligen, aber omnipresente Tomatensoße des
Basses, der Käseteppich des Keyboards und eine Stimme wie
Oregano… OK, dieser Vergleich hinkt. Für Fans von
Bands wie Dream Theater oder Queensryche sind hier sicher noch
ein paar schmackhafte Artischocken oder so zu finden. Aber auch
die Fraktion der eher einfacheren Gourmets feinsten True Metals
können beruhig naschen. Stratovarius findet ebenso wie
(natürlich) Labyrinth, und vom Gesang her Kamelot, Eingang
in die Musik. Was nun aber der Chianti damit zu tun hat…
naja, er kommt halt aus der Toskana. Also Fans italienischer
Gaumenfreuden, als Antipasti empfehle ich The 25th Hour,
als Suppe Alpha & Omega. Hauptgericht natürlich
Eyes Of A Child und A Perfect Suicide und
als Nachspeise ein Eis. Guten Appetit, Chefkoch Zwiebel!