VIA MISTICA – Testamentum (In Hora Mortis Nostre)
Label: Metal Mind Productions
Release: 27.06.2003
Von: Calani
Punkte: 5
 

Die 1998 gegründete polnische Band VIA MISTICA versucht sich auf ihrem Debüt Testamentum an Tristania-ähnlichem Gothic Metal. Schnell wird allerdings klar, das diese Stiefel noch viel zu groß sind. Ein Song gleicht dem nächsten, ist oftmals zu lang und langweilig, da kaum in irgendeiner Weise variiert wird. Den vom Label feilgebotenen Doom gibt es nicht, es handelt sich einfach um schwer-melancholischen, langsamen Gothic Metal. Vor allem lebt VIA MISTICA von der Stimme von Cellistin Kaska. Dabei ist gerade das eröffnende Intro In Hora Mortis Nostre ein schlechter Einstieg in Sachen Gesang und stellt einem die Nackenhaare auf. Im weiteren Verlauf entpuppt sich der Gesang aber als recht angenehm, obwohl es wieder zu dem für mich klassischen Problem kommt: die Lady singt zu oft in hohen Gefilden, wo die Stimme keine Kraft mehr hat oder nutzt zu oft bestimmte stilistische Mittel. Das es auch anders geht, beweißt I Would Die.... Die Celloparts sind in ihrer Struktur und Ausprägung genreüblich, sind auch wirklich schön, bieten aber nichts Neues. Ebenso, wie der Kontrastgesang Elfenstimme - Growls. Gitarrist Marecki kommt allerdings recht selten zum Zuge.
Das Design von Cover und Booklet ist ideenlos und die Texte bergen reichlich orthografische Fehler – das ist eigentlich Sache des Labels, da mal einen Blick drauf zu werfen.
Testamentum ist somit als Debüt zwar nett aber reichlich inspirationslos. Da geht einiges mehr. Es ist an der Band, was draus zu machen ...

Via Mistica