Nach über
10 Jahren Bandhistory und einer Demo CD veröffentlichen
VERDICT nun ihr Debüt Album Reflections
Of Pain in Eigenregie. Dem Info nach, hatte man
sich die ersten Jahre dem Death Metal verschrieben, bevor man
sich nach und nach immer mehr dem Thrash Metal zuwendete. Reflections
Of Pain ist somit ein lupenreines relativ melodisches
Thrash Album geworden. Treibende Doublebass und arschgeile druckvolle
Riffs lassen des Banger’s Matte freudig kreisen. VERDICT
legen Wert auf Melodie und groovende Midtempo Passagen, so dass
sie nie, trotz der recht fixen Speedeinlagen, in gehaltloses
Geknüppel abdriften. Daniels Gesang erinnert derweil an
typischen hardcorelastigen East Coast Metal; passt aber ausgesprochen
gut zur Musik und verpasst ihr den richtigen Drive an Heaviness
und Aggression. Opener und Titeltrack Reflections Of Pain
geht sofort nach vorne los, tritt gnadenlos Arsch und versetzt
jedermanns Haupt stehenden Fußes in Bewegung.
Besonders hervorheben möchte ich Trapped oder
auch Final Crash. Diese Songs bieten einen guten Querschnitt
von dem, was VERDICT so zu bieten haben. High
Speed Prügeleinlagen wechseln sich ab mit melodischen,
manchmal sogar akustischen Parts. Groovende Doublebass und dezent
gesetzte Breaks und Gitarrensolos runden die Sache ab. Rausschmeißer
Horizons entpuppt sich sogar als rein akustisches und
gefühlvolles Instrumentalstück.
Fazit: VERDICT haben sich viel Zeit gelassen,
um ihre erste Langrille aufzunehmen und diese auch gut genutzt.
Mit Reflections Of Pain servieren
sie uns ein handwerklich hochwertiges Album, dessen Produktion
sich ebenfalls hinter niemanden zu verstecken braucht und sogar
besser als so manche Labelveröffentlichung klingt. Die
einzelnen Tracks sind abwechslungsreich arrangiert und machen
Spaß! Über die Covergestaltung lässt sich ebenfalls
nicht meckern. Ansprechendes Artwork und relativ schlicht gehalten.
Ein gelungenes Debüt! Und es ist anzunehmen, dass diese
Band live höllisch ist!