VERDICT – Reflections Of Pain

 
Label: Eigenproduktion
Release: Juni 2002
Von: Dajana
Punkte: 7.5/10
Time: 38:09
Stil: Thrash
URL: Verdict
 

Nach über 10 Jahren Bandhistory und einer Demo CD veröffentlichen VERDICT nun ihr Debüt Album Reflections Of Pain in Eigenregie. Dem Info nach, hatte man sich die ersten Jahre dem Death Metal verschrieben, bevor man sich nach und nach immer mehr dem Thrash Metal zuwendete. Reflections Of Pain ist somit ein lupenreines relativ melodisches Thrash Album geworden. Treibende Doublebass und arschgeile druckvolle Riffs lassen des Banger’s Matte freudig kreisen. VERDICT legen Wert auf Melodie und groovende Midtempo Passagen, so dass sie nie, trotz der recht fixen Speedeinlagen, in gehaltloses Geknüppel abdriften. Daniels Gesang erinnert derweil an typischen hardcorelastigen East Coast Metal; passt aber ausgesprochen gut zur Musik und verpasst ihr den richtigen Drive an Heaviness und Aggression. Opener und Titeltrack Reflections Of Pain geht sofort nach vorne los, tritt gnadenlos Arsch und versetzt jedermanns Haupt stehenden Fußes in Bewegung.
Besonders hervorheben möchte ich Trapped oder auch Final Crash. Diese Songs bieten einen guten Querschnitt von dem, was VERDICT so zu bieten haben. High Speed Prügeleinlagen wechseln sich ab mit melodischen, manchmal sogar akustischen Parts. Groovende Doublebass und dezent gesetzte Breaks und Gitarrensolos runden die Sache ab. Rausschmeißer Horizons entpuppt sich sogar als rein akustisches und gefühlvolles Instrumentalstück.
Fazit: VERDICT haben sich viel Zeit gelassen, um ihre erste Langrille aufzunehmen und diese auch gut genutzt. Mit Reflections Of Pain servieren sie uns ein handwerklich hochwertiges Album, dessen Produktion sich ebenfalls hinter niemanden zu verstecken braucht und sogar besser als so manche Labelveröffentlichung klingt. Die einzelnen Tracks sind abwechslungsreich arrangiert und machen Spaß! Über die Covergestaltung lässt sich ebenfalls nicht meckern. Ansprechendes Artwork und relativ schlicht gehalten. Ein gelungenes Debüt! Und es ist anzunehmen, dass diese Band live höllisch ist!