VALHALLA - Northman
  
  

 

Label: Eigenproduktion

Release: Mai 2001

Von: Calani

 

Der teutonische Warmetal lebt! Naja, oder auch nicht...
Bei Northman handelt es sich um das vierte Demo der österreichischen Kapelle aus Trieben, die seit 1998 die Gegend unsicher machen. Die Demo CD beinhaltet 15 Songs. Allerdings sind 3 Tracks instrumentale Zwischenparts. Musikalisch hat das Ganze wenig mit jenem besagtem teutonischen Metal zu tun. Eigentlich handelt es sich mehr um völlig angestaubten, altbackenen ufta - Thrash. Nichtsdestotrotz lassen sich gute Ansätzen finden, wie z.B. in Legacy oder Where The Soul Was Given, auch jene instrumentale Zwischenparts können sich sehen lassen. Dummerweise wird nichts von diesen Ansätzen weiter ausgearbeit. Die Kombination dieser vereinzelten Elemente würde wohl ganze nette Tracks ergeben, die Scheibe insgesamt kürzer und abwechslungsreicher machen. Die Platte wird nach hinten qualitativ etwas besser, was mich vermuten läßt, das es sich bei den ersteren Songs um älteres Material handelt.

Textlich ist dieses Album ein absoluter Tiefschlag! Nicht nur, das hier über die üblichen Maßen der Krieg verherrlicht und als Werkzeug zur Durchsetzung ureigenster Wünsche und Interessen angepriesen wird, sondern, mit A..........R ( was immer das auch heißen mag ) befindet sich ein äußerst krasser, durch und durch rassistischer Text auf diesem Machwerk. Opfer dieser abartigen Entgleisung sind hier Homosexuelle.

Fazit: Egal wie gut oder wie schlecht dieses Album nun tatsächlich ist, alleine nur für die Verbreitung von derartigem rassistischem Gedankengut gehört diese CD in die Tonne ... ähm ... in den gelben Sack! Das ist Schund!!!

P.S. Vielleicht sollte man endlich mal diese dämlichen PARENTAL ADVISORY Sticker sinnvoll verwenden und Musikliebhaber vor derartigen Ergüssen schützen, anstatt vor harmlosen Texten oder Bildern!