VELVET ACID CHRIST – Between The Eyes Vol. #1
 
Label: Dependent
Release: 22.03.2004
Von: Dajana
Punkte: 9/10
Time: 78:26
Stil: EBM/Industrial
URL: Velvet Acid Christ
 

Singles / Rare B-Sides 1996-2000 ist der Untertitel dieser CD. Mastermind Bryan Erickson hat sich nach der Veröffentlichung des letzten regulären Albums Hex Angel im August 2003 zur Aufgabe gemacht, quasi sein gesamtes Lebenswerk in Form einer Retrospektive zu veröffentlichen. Das bedeutet, das Between The Eyes Vol. #1 erst der Anfang einer ganzen Serie ist. 2004 sollen nämlich gleich vier dieser „Compilations“ das Licht der Welt erblicken, dazu kommt noch das virtuelle Album Oblivion Interface, mit den ganz alten Sachen von 1992 – 1994, das man sich kostenlos von der Homepage runterladen kann, Stück für Stück. Warum das Ganze? Laut Bryan erstens, um zu beweisen, das Hex Angel eine musikalische Fortsetzung alter Heldentage ist (back to the roots also) und zweitens, weil die Verkaufslage derzeit zwar schlecht bezüglich normaler Veröffentlichungen ist, es aber noch immer gute Optionen für diese Art von Compilations mit bis dato unveröffentlichten Tracks, raren und neuen Remixen gibt, die vielleicht in Kürze ebenfalls verschwinden werden – so der Gedanke des Labels zumindest. Ob es Sinn macht und gar etwas bringt ... man wird sehen.
Between The Eyes Vol. #1 umfasst somit den kreativsten, erfolgreichsten und größten Zeitraum in der VAC Geschichte und ist damit so etwas wie ein Single Best Of Album. Die meisten der Songs sind bekannt, deren Remixe eher weniger und deshalb rar. Futile als Nazi Bastard Remix kennt man in europäischen Kreisen, dürfte aber den Amis gut gefallen, da dieser Song in den USA bisher nicht veröffentlicht wurde. Disflux ist ebenfalls kein Unbekannter, jedenfalls nicht in dieser Version. Decypher, ebenso Dial 8 (völlig genial ohne die technoiden Einflüsse von Twisted Thought Generator) und The Hand hingegen gibt es jeweils in zwei verschiedenen Remixen, die zu den raren Stücken gehören dürften und schon mal wahre Perlen sind. We Have To See, We Have To Know ist wieder ein bekannter Track, genauso wie The Hopeless und The Dead. Nur Murder The World und So Much waren mir bis dato noch nie unter die Finger/ in die Ohren gekommen – da konnte ich auch keinen Bezug herstellen.
Fazit: Für Fans ein MUSS, für Einsteiger der beste Weg in die verdreht geniale Welt von Hexfix 93, um sich danach dann die restlichen Alben zu erschließen. Statt der mir bereits bekannten Versionen hätte ich sicherlich gerne noch was rares oder unveröffentlichtes gehabt, aber es kommen ja noch 3 Alben (wo ich schon echt neugierig bin, was da noch alles drauf soll) und die Amis sollen ja auch nicht zu kurz kommen ;) Satte 9 Punkte von mir!