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| UNTAMED
- Contusio |
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Eigenproduktion |
| Release:
November 2002 |
| Von:
Calani
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| Punkte:
6,5 |
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Mit
fettem, brachialem Death Metal/ Hardcore melden sich UNTAMED
aus dem Altenburger Land (nähe Leipzig) mit ihrem Zweitwerk
Contusio zurück. Kurz nach Veröffentlichung
dieser CD konnte man auch noch einen zweiten Gitaristen verpflichten,
so dass UNTAMED nun zu viert rocken.
Geboten wird Death Metal mit Thrash und einer kräftigen Prise
Hardcore. Die Band selbst sieht sich in der musikalischen Schnittmenge
von Napalm Death, Machine Head und Soulfly, wobei von ersterer Band
die Einflüsse am geringsten sind.
Nach kurzem unterkühltem Industrial Intro geht’s los
mit Houdinized, das mich eher and alte Sepultura erinnert,
nur viel langsamer und lange nicht so aggressiv. Mit 5 Minuten ist
das Stück allerdings etwas langatmig. Alive folgt
diesen Roots, nur etwas kürzer. Etwas mehr Bewegung in die
Sache kommt dann mit E.K.G. und Silent Eyes, aber
auch hier nicht in dem Maße, das besagtes Gerät verrückt
spielen könnte. Hier wird bereits deutlich, dass Contusio
trotz handwerklich guter Umsetzung irgendwie der zündende Funke
fehlt. Man bewegt sich mehrheitlich in Midtempo Gefilden, es groovt
und die Mucke ist 100% bangtauglich, ja. Aber die Zutaten sind altbewährt
und schon zu oft vernommen. Seven fällt zurück
in das Tempo der ersten Stücke und mit Crisis wird
dann noch mal ein wenig Feuer unter dem Hintern gemacht, als würdiger
Rausschmeißer eben.
Die Aufmachung der CD ist recht ansprechend und professionell. Allerdings
kann ich nicht alle Texte wiederfinden. Inhaltlich beschäftigt
man sich mit den kleinen Dingen des Lebens und lässt die Politik
eher außen vor. Die Lyrics sind teils in deutsch, teils in
englisch.
Fazit: Alles in allem
ein ordentlicher Silberling, der leider in der Masse der Veröffentlichungen
ähnlichen Materials untergeht. Keine neuen Ansätze,
nichts Innovatives oder einfach nur Erfrischendes. Es ist sicher
nicht einfach, heutzutage mit irgendwas bahnbrechendem aufzuwarten.
Dennoch gelingt es einer Reihe von Bands Altbewährtes neu
zu mischen und zu kombinieren und damit zumindest mal was anderes
zu schaffen. Hier ist das leider nicht gelungen. UNTAMED
killen bestimmt live, dennoch kann es nicht darüber hinwegtäuschen,
das irgendwie das spezielle Etwas fehlt.
Untamed
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