UNDER DESTRUCTION – Origin

 
Label: Eigenproduktion
Release: 22.10.2012
Von: Stormlord
Punkte: 8/10
Time: 39:29
Stil: Death Metal
URL: Under Destruction
 
Mit dem spannungsgeladenen Intro namens Rapture gelingt UNDER DESTRUCTION ein stimmungsvoller Einstieg, mit kontrollierter Aggression und dem intensiv dargebotenen Refrain des folgenden Nitrogen Narcosis fahren die Jungs dann die nächsten Pluspunkte ein. Als grobe Orientierungspunkte seien Heaven Shall Burn und The Forsaken genannt, denn sowohl eine gewisse Experimentierfreude als auch stur nach vorne drückende Thrash/Death-Rhythmik fließen ins Klangbild mit ein. Der teilweise cool stampfende Rhythmus bei Of Brass And Bones steigert die Dynamik.
So weit, so gut – so richtig interessant erscheinen mir jedoch die extravaganteren Elemente, die etwa Fire (Guardians Part I) einen symphonischen Anstrich verpassen. Die dezenten Orchestersounds bereichern dieses Stück enorm, auch der mitreißende Moshpart am Ende sitzt perfekt. Truth - Mercy - Regret schickt dann spezielle Percussions ins Rennen, die erneut aufhorchen lassen. Schneller und direkter fokussieren sich Declaration und Memories Erode auf zu eindimensionale Emotionen, bevor das epische Ice (Guardians Part II) ein breiteres Spektrum bietet: orchestraler Bombast, drückender Highspeed, stampfende Sequenzen und gezogene Leadmelodien sorgen für überzeugende Abwechslung. Das kurze und wütende Traitor wirkt wieder ein bisschen blasser, ehe Origin Of The Blight durch interessante Rhythmuswechsel, ausgefeilte Gitarrenarbeit und nicht zuletzt den getragenen Abschluss einen quicklebendigen Schlusspunkt setzt.
Manchmal ist Origin einfach nur ein gutes, aggressiv nach vorne preschendes Album, dem die Besonderheiten fehlen. Immer dann, wenn die Band aus konventionellen Strukturen ausbricht und orchestralen Bombast oder interessante Percussions ins Spiel bringt, gestaltet sich die Musik spannend und besonders. Also: Potential vorhanden, noch mehr Mut zum Risiko wünschenswert!