Zu erwarten sind
sechs Titel, wovon vier neu sind, zwei Remixe und ein aus
der Mottenkiste gekramtes Musikvideo Es War Einmal Eine
O gibt es dann auch noch dazu.
Fangen wir mal von vorne an. Sehr atmosphärisch wird
der Text Die Ballade von den Lästerzungen von
Francois Villon interpretiert. Dazu enorm beigetragen hat
sicherlich die unverwechselbare Stimme von Oswald Henke (Goethes
Erben). Die Idee an sich diese Stück aus dem 15. Jahrhundert
zu vertonen ist jedoch nicht neu, so haben auch schon In Extremo
Passagen daraus als Live-Intro genutzt. Die nächsten
Songs Glaubst Du? und Gott will es sind eher
gitarrenlastig und erinnern an einen sehr melodischen Mix
aus Rammstein und Oomph! Durchaus tanzbare und eingängige
Gothikmelodien. Und die Titel lassen schon auf den textlich
zu erwartenden blasphemischen Inhalt schließen. Die
Coverversion von The House Of Rising Sun klingt gaaanz
leicht psychedelisch ist aber eigentlich ein riesen Griff
ins Klo. Auch die Gesangseinlagen von Eric Burten (Catastrophe
Ballet) können das nicht raushauen! Nun denn, ein neu
gesampelter, re-mixter Vampir Song verliert dadurch
nicht von dem klagenden Stil der Gothiksongs der 90er, bietet
in den viel zu langen 10:25 Minuten einmal die volle Bandbreite
and klischeehafte Vampirerotikphantasien... noch ein Remix
von Glaubst du? - diesmal kommt der Song in einer EBM-Version
daher. Und auch wenn dieser nicht sehr vielseitig ist, so
ist es für mich doch der beste Song der Platte. Das Video
zu guter Letzt ist auch eher etwas für Anhänger
der SM-Szene und eingefleischte UMBRA ET IMAGO Fans.
Naja im end nichts
Überragendes, nichts wirklich Neues (von dem schlechtesten
Cover-Artwork, dass ich je gesehen habe mal abgesehen) und
eher was für Anhänger von Mozart und Co. als weniger
für Neueinsteiger in die Szene...