Zwei
Bands aus Tschechien treffen sich hier zur augenscheinlich immer
beliebter werdenden Form der Split-CD. TROLLECH
sind mir dabei noch von ihrem letzten regulären Album in
recht guter Erinnerung, HEIDEN allerdings hatten
sich bei mir bisher (abgesehen vom Namen) noch nicht vorgestellt.
Los geht’s mit TROLLECH und deren Forest
Black Metal. Beim mit Breaks und widersprüchlichen Melodien
leicht überfrachtet wirkenden Opener Naturia noch
etwas gewöhnungsbedürftig und wirr wirkend, findet
die Band im Lauf der ersten Hälfte der Split-CD aber schnell
zu dem von ihr gewohnten Klang: Meist schnelle Gitarren mit
soliden Riffs und Soli und flottem Schlagwerk. Neben den recht
gelungenen Tracks Elf A Duch Lesa und Podpozemský
Vír überzeugt aber auch das eher untypische
Burning Glades (Mýtiny Horí),
das selten über Midtempo hinauskommt und stattdessen verstärkt
auf düstere und mystische Stimmung abzielt. Durchaus 7/10
für die „Waldschrate“!
HEIDEN haben schon einige CDs auf dem Buckel,
aber nachdem was ich auf dieser Split hören durfte, werde
ich mit dem Verlust, eben diese nicht zu kennen, ganz gut fertig.
Zwar bringen die Tschechen auf ihren drei Stücken (Koma,
Paralelní, Hvezdopravci) recht gefällige Melodien,
teils druckvollen Sound aber leider für mich zu gewöhnungsbedürftigem
Gesang zu Gehör. Vom Hocker hauen einen die etwas stereotypen
Songstrukturen nicht, und da, wo sie im letzten Track etwas
wirklich Überraschendes bieten, ist es leider ein Bums-Techno-artiger
Beat, der dazu führte, dass ich mir den Song nicht einmal
zu Ende angehört habe. Man nenne mich spießig, aber
allein schon deswegen nur 3/10 für diesen Teil.
Für jene, die TROLLECH oder tatsächlich
HEIDEN mögen, mag diese Split auch aufgrund
der klasse Aufmachung einen Kauf Wert sein. Ich jedenfalls hätte
sie trotz der ganz guten ersten Hälfte nicht erworben.