Nach
dem bezaubernden Debüt Of Dreams Forgotten
And Fables Untold aus dem Jahre 2005 knüpfen
die Magyaren Agnes Toth und Mihaly Szabo nun nahtlos mit dem
Nachfolger Regö Rejtem daran
an. Grundsätzlich hat sich musikalisch nichts geändert,
aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail und so gibt es
auch auf dem Zweitwerk eine Menge zu entdecken und ergeben die
vielen „Kleinigkeiten“ einen etwas anderen Gesamteindruck.
Was bereits beim Opener und Titeltrack auffällt ist, das
die Folklore ein kleines bisschen lebhafter ausfällt, Agnes
nicht ganz so sehr in ätherischen Höhen singt und
Mihaly rauen Background-Gesang beisteuert. Insgesamt fühlte
ich mich diesmal eher an Hagalaz Rundedance erinnert, denn an
Loreena McKennitt. Ähnlich lebhaft geht es bei Szarvaslélek,
Föld Szíve Dobban und Rögböl
Élet zu und beim letzten Song Holdtánc
lässt man sogar orientalische Einflüsse anklingen.
Die Violinen klingen ein bisschen erdiger, ebenso die akustischen
Gitarren. Außerdem hat man das instrumentale Sortiment
deutlich erweitert, so dass sich nun auch Harfen, Zither, Kaval
und Tapan auf Regö Rejtem finden lassen. Natürlich
nur punktuell eingesetzt aber dennoch für Abwechslung sorgend.
Inhaltlich taucht man noch tiefer in die ungarischen Legenden
und Mystizismen und unterstreicht dieses mit ausschließlich
in der Landessprache verfassten Texten.
Auch das Zweitwerk von THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT
ist wieder stilvoll gestaltet worden und musikalisch mehr als
nur gelungen.