THE LUCIFER PRINCIPLE – Pitch Black Dawn

 
Label: Apache Productions
Release: 18.01.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 9/10
Time: 42:18
Stil: Death Metal
URL: The Lucifer Principle
 
Ihr kennt THE LUCIFER PRINCIPLE bisher nur durch das gleichnamige Buch von Howard Bloom? Dann bitte mal schön die Ohren spitzen! Das Buch beschreibt den Ursprung der menschlichen Natur, in der Gewalt und „das Böse“ Hauptbestandteile sind. Fünf Holländer nutzen dies für sich als Quelle und zaubern daraus ein absolut kraftvolles Death Metal Gebräu. Wir reden bei Pitch Black Dawn über das Debüt-Album der Combo. Vorausschicken will ich noch, dass sie es mit ihren beiden Demos seit der Zündung in 2004 zu Gigs mit Napalm Death, Obituary, Devildriver oder Holy Moses brachten. Respekt! Und das zu Recht wie Pitch Black Dawn eindrucksvoll unter Beweis stellt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird komplexer, bis ins Detail durchdachter Death Metal geboten, der sich deutlich von der breiten Masse abhebt. Hat man bei dem mit einer ordentlichen Rock’n Roll Note versehenen Opener The Pitch Black Dawn noch den Eindruck, dass es sich hier um die Brüder von Six Feet Under handelt, wandelt sich das Bild bereits bei Into Decay, ein mit variablen Riffing und Drumming versehener Death Metal Brecher. Durch das vielfältige Spiel und den unterschiedlichen Geschwindigkeiten mutiert der Song zu einer wahren Abrissbirne. Was jetzt folgt ist absolut genial: Soul Saviour Throat Cut ist ein fetter Thrasher eingebettet im Death Metal. Fängt der Song harmlos an, so baut er sich bis zur Minute Fünfzig nach und nach Death Metal geprägt auf, bevor der Song geradeaus durch Fleisch und Knochen abgeht. Da bleibt kein Nackenmuskel ruhig! Hört euch das Solo-Gewitter an, fantastisch! Der Song ist ne glatte 10! Feeding The Land Of The Dead wiederum erinnert mich mit seinem Riffing an melodiöse Dismember Hits. Bei Down werden erstmals neben dem bisher brachialen, druckvollen Gesang eine zweite Stimme und verstärkt Heavy Metal Elemente in das Death Metal Gewand eingearbeitet. Fünf Songs – fünf Eindrücke. Und doch ist das Gesamtbild absolut rund, denn die Death Metal Basis wird immer nur um die genannten Nuancen ergänzt. Spätestens beim letzten Song Burn sollte es dann auffallen: THE LUCIFER PRINCIPLE nutzen keinen herkömmlichen E-Bass sondern zocken die Scheibe mit Mike Grunwald am Kontrabass runter. Fazit: Jeder Song ist ein kleines Highlight für sich und zusammen mit der glasklaren und mächtigen Produktion ist Pitch Black Dawn die erste dicke Überraschung in 2008!