THE PROPHECY Afterlife

 
Label: Eigenproduktion
Release: 2002
Von:  
Punkte: -/-
Time: 37:26
Stil: Melodic Death Metal
URL: The Prophecy
 
THE PROPHECY stellen mich hier wirklich vor eine eigenartige Aufgabe. Irgendwie drängt sich mir beim Hören der Eigenproduktion Afterlife nämlich das Gefühl auf, dass bei dieser Scheibe Potential verschenkt wurde, leider aber nicht in der üblichen Art und Weise, dass eine an sich gute Band durch schlechte Produktion und Aufmachung der CD verliert, sondern umgekehrt. Das Dilemma zeigt sich erstmals schon beim Intro, das aus einer Keyboardmelodie besteht, die unvermittelt immer wieder Wendungen erfährt, die nicht ganz auf der Linie zu liegen scheinen. Und derart unstimmig geht es leider auch weiter. Zuerst hab' ich mir ja noch gedacht: "Hm, klingen ein wenig nach Cryptic Wintermoon oder Graveworm.", was zwar auch nicht gerade neu und innovativ gewesen wäre, aber dafür scheint es ja genug Leute zu geben, die so etwas mögen. Doch dummerweise fängt dann zu allem Überfluß auch noch eine junge Frau zu singen an, was meine Bewertung leider ins untere Segment wirft. Nicht dass ich grundsätzlich was gegen female voice als Stilmittel hätte, Bands wie Siebenbürgen - auf den ersten beiden Platten-, oder Tristania -ebenfalls früher- haben das ja auch gemacht und sich durch die charakteristischen Sängerinnen eine unverkennbare Note gegeben. Genau da liegt in meinen Augen dann halt auch der Hund begraben: Warum, zum Geier, muß man eine Frau in die Band nehmen, nur um eine dabei zu haben, wenn sie stimmlich einfach wenig drauf hat? Da hilft es leider auch nichts, dass Yeza wohl früher auch schon bei Mephistopheles gesungen hat, wie ich dem Begleitschreiben entnehme. Aber die waren ja auch nie wirklich gut (allerdings nicht nur wegen des Frauengeträllers...).
Doch jetzt genug davon, ich will ja schließlich hier niemanden runtermachen, deshalb zum Schluß noch mal in Kürze:
Afterlife ist wirklich sehr gut produziert, ordentlich aufgemacht, dauert bei sieben Songs knapp 38 Minuten, ist aber leider musikalisch nicht besonders innovativ (irgendwo im langsameren Blackmetal-Bereich mit leichten Gothic-Tendenzen) und nebenbei durch eine weibliche Stimme belastet, die mir das Hören schon etwas erschwert hat.
Wer' s dennoch antesten will, bekommt die Scheibe für 8 Euro sowie weitere Infos bezüglich der reichlich vorhandenen