Der selbsternannte True Metal (höhöhö...) hat in
den letzten Jahren dank Bands wie Hammerfall bekanntlich einen
gewaltigen Aufschwung erlebt - für viele ein Grund zur Freude,
für mich eher einer zum Davonlaufen, denn was an (pardon...) Eiergreifergejaule
und Kinderliedmelodien ‚True' oder ‚Metal' sein soll hab ich bis
heute nicht begriffen. Eine der wenigen erfreulichen Nebenwirkungen
des Trends ist allerdings, daß auf einer kleinen Nebenwelle schön
langsam auch schräge Haufen wie eben TLW SLOUGH FEG
an die Oberfläche gespült werden. Denn die haben mit den Gummihämmern
aus Schweden und all ihren Epigonen außer der wahrmetallischen
Schublade rein gar nix gemeinsam... Geboten wird, grob beschrieben,
eine Mischung aus ganz alten Maiden/Manowar und US - Power Metal
mit einer ordentlichen Portion folkiger Einflüsse. Das allein
wäre noch nichts besonderes, aber die Kombination von rauhen,
markanten Vocals mit dem teilweise wirklich originellen Songwriting
(siehe z.B. Warriors Dawn) und einer ganz speziellen,
obskuren Atmosphäre, wie man sie sonst nur bei Bands wie Cirith
Ungol oder Manilla Road findet, ergibt eine exquisite Mischung.
Coole Riffs und Parts, die den gewissen ‚Aha' - Effekt hervorrufen
findet man auf Down Among The Deadmen
zuhauf - was noch fehlt, ist ein absoluter Übersong, aber ich
bin davon überzeugt, daß ihnen auch das früher oder später noch
gelingen wird. Bis dahin gehen all meine Sympathien und fette
8.5 Punkte an Mainman Mike Scalzi und seine Mitverrückten... (Für
alle Interessierten ist übrigens ein Besuch bei www.slough-feg.com
Pflicht - dort steht nämlich unter anderem die ebenfalls äußerst
feine Debüt - EP der Band komplett zum Download bereit!)
The
Lord Weird Slough Feg |