THE GREAT DECEIVER – Terra Incognito
 
Label: Peaceville
Release: 19.04.2004
Von: Dajana
Punkte: 6
Time: 40:45
Stil: Nu Metal
URL: The Great Deceiver
 

Was Tomas Lindberg als logische Fortsetzung seiner musikalischen Karriere in THE GREAT DECEIVER bezeichnet, hat mal gar nix mit At The Gates (oder Lock Up, The Crown) zu tun und was hier vollmundig als Hardcore bezeichnet wird, ist am Ende moderner melodischer Midtempo Nu Metal. Zwischendurch Lindberg und seine Diabolique Mannen lassen ein paar elektronische Klänge einfließen, verpasst den Gitarren hier und da einen Stakkato-Rhythmus und experimentiert mit cleanen Vocals (z.B. Lake Of Sulphur oder The Heel On The Throat Of The Young). Damit klingt Terra Ingocnito wesentlich ausgereifter und homogener, als noch das Debüt A Venom Well Designed, kann jedoch nicht davon ablenken, das die Band entweder noch nicht den eigenen Stil gefunden hat oder bewusst auf den Mainstream setzt, um mal ein bisschen was zu verdienen. Für ersteren Ansatz setzt man elektronische Elemente und die cleane Stimme zu zaghaft ein, experimentiert nicht genug, mit dem zweitem Ansatz wird man ebenfalls wenig Erfolg haben, das es bereits genügend Bands in diesem Sektor gibt, von denen einige wesentlich konsequenter und innovativer zu Werke gehen.
Die Produktion kracht und groovt – ohne Zweifel, es gibt Riffs, die einem umgehend das Genick brechen könnten und Lindbergs charismatische Stimme verleiht Terra Incognito schon das gewisse Etwas, das alleine reicht jedoch nicht aus, um der gesamten Platte eine markante Note zu verleihen. Die meisten Songs sind zu harmlos und rauschen an einem eindruckslos vorbei. Terra Incognito bleibt ein nur durchschnittliches Album.