THE EXORIAL – ...Neither Dream Nor Reality...
Eigenproduktion
Release: März 2003
Von: MrPotato
Punkte: 8
 

Und wieder ist eine Band aus den Untiefen des deutschen Undergrounds gekrochen. Die Truppe heißt THE EXORIAL und hat sich dem Death Metal verschrieben. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob man denn noch eine weitere Band im bis zum Überlaufen gefüllten Todesbleisumpf braucht. Die Antwort ist im Falle von THE EXORIAL ein laut gegrunztes "Ja", denn die fünf Jungs aus Stuttgart wissen mit ihrem Debüt ...Neither Dream Nor Reality... zu überzeugen. Die neun Tracks sind sehr abwechslungsreich ausgefallen, mal wird geknüppelt, dann bewegt man sich wieder kriechend durch die Botanik. Die Riffs sind größtenteils einfach, aber effektiv und äußerst eingängig. Songdienlichkeit statt Gefrickel heißt die Devise. Das gilt auch für die Melodien, die der Fünfer in seine Songs fließen lässt. Melodien? Keine Sorge, THE EXORIAL driften zu keinem Zeitpunkt in kitschiges Melodicgeschwurbel ab, sondern integrieren die melodischen Elemente geschickt in die Songs, was den Wiedererkennungswert des Materials deutlich steigert. Auch die Produktion aus dem slowakischen Exponent-Studio kann sich sehen bzw. hören lassen. THE EXORIAL liefern folglich ein gelungenes Debütalbum ab, dass in der Death Metal-Szene den ein oder anderen Anhänger finden dürfte. Man muss diese Band auf jeden Fall im Auge behalten, da die Stuttgarter schon jetzt etwas besitzen, dass vielen anderen Genrevertretern fehlt: ein gewisses Maß an Eigenständigkeit. Aus diesem Grund ist es auch schwer, THE EXORIAL mit anderen Bands zu vergleichen. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn jeder, der auf Death Metal steht, sollte ...Neither Dream Nor Reality... mal antesten. Als Anspieltipps empfehle ich den schnellen Opener Sexorial, das schleppende Release und den Killertrack Suffer To Exhale. Macht weiter so, Jungs!

The Exorial