| Und
wieder ist eine Band aus den Untiefen des deutschen Undergrounds
gekrochen. Die Truppe heißt THE EXORIAL
und hat sich dem Death Metal verschrieben. Nun stellt sich natürlich
die Frage, ob man denn noch eine weitere Band im bis zum Überlaufen
gefüllten Todesbleisumpf braucht. Die Antwort ist im Falle
von THE EXORIAL ein laut gegrunztes "Ja",
denn die fünf Jungs aus Stuttgart wissen mit ihrem Debüt
...Neither Dream Nor Reality... zu
überzeugen. Die neun Tracks sind sehr abwechslungsreich ausgefallen,
mal wird geknüppelt, dann bewegt man sich wieder kriechend
durch die Botanik. Die Riffs sind größtenteils einfach,
aber effektiv und äußerst eingängig. Songdienlichkeit
statt Gefrickel heißt die Devise. Das gilt auch für
die Melodien, die der Fünfer in seine Songs fließen
lässt. Melodien? Keine Sorge, THE EXORIAL
driften zu keinem Zeitpunkt in kitschiges Melodicgeschwurbel ab,
sondern integrieren die melodischen Elemente geschickt in die
Songs, was den Wiedererkennungswert des Materials deutlich steigert.
Auch die Produktion aus dem slowakischen Exponent-Studio kann
sich sehen bzw. hören lassen. THE EXORIAL
liefern folglich ein gelungenes Debütalbum ab, dass in der
Death Metal-Szene den ein oder anderen Anhänger finden dürfte.
Man muss diese Band auf jeden Fall im Auge behalten, da die Stuttgarter
schon jetzt etwas besitzen, dass vielen anderen Genrevertretern
fehlt: ein gewisses Maß an Eigenständigkeit. Aus diesem
Grund ist es auch schwer, THE EXORIAL mit anderen
Bands zu vergleichen. Das ist aber auch gar nicht nötig,
denn jeder, der auf Death Metal steht, sollte ...Neither
Dream Nor Reality... mal antesten. Als Anspieltipps
empfehle ich den schnellen Opener Sexorial, das schleppende
Release und den Killertrack Suffer To Exhale.
Macht weiter so, Jungs!
The
Exorial |