THE DYING – Triumph Of Tragedy

 
Label: Drakkar Records
Release: 05.12.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 7/10
Time: 43:45
Stil: Thrash Metal
URL: The Dying
 
Egal ob Cover, Bandname, Logo, Titel oder was auch immer – jede Scheibe schürt beim Anblick eine gewisse Erwartungshaltung und schiebt unweigerlich Schubladen auf. Der Name verspricht zunächst mal das große Sterben. Massenmenschenhaltung mit anschließender Exekution kann aber ausgeschlossen werden, wenn der Blick vom präsenten Logo auf dem Cover abweicht und durch die Ferne der Dürre schweift. Ok, dann also doch kein Gemetzel sondern politisch, kritische Sichtweisen auf verschiedene Missstände. Dann wollen wir mal klären ob sich auch die Musik in der ausgetrockneten, kargen Dürre verliert oder doch mal hier und da was zum Anecken findet.
Obwohl es sich bei Triumph Of Tragedy um ein Debüt-Album handelt ist die Mannschaft dahinter doch keine Unbekannte mehr. Bevor sich die Belgier anno 2006 in THE DYING umbenannten, beackerten die Jungs seit dem Jahr 2000 unter dem Banner Chimaera die Schlachtfelder des Metals. Und die Umbenennung scheint der Band gut getan zu haben, immerhin konnten THE DYING zuletzt auf der Unholy Alliance Tour für Slayer, Trivium, Amon Amarth und Mastodon eröffnen und anheizen. Und diese Konstellation zeigt auch klar, wo sich die Thrash Metal Combo derzeit platziert: Für ganz oben ist es (noch) zu wenig, für unten ist es zu viel – nennen wir es gehobenes Mittelfeld mit Potential nach oben. Auf Triumph Of Tragedy wissen THE DYING wie man Old School Thrash Elemente mit neuzeitlichen Einflüssen des Thrash verbindet. Jeder Track bietet dabei noch mehr oder weniger Raum für einen Schuss melodischen Death Metal der schwedischen Schule. Der Spagat zwischen knackigen Riffs der Marke Slayer, Exodus und melodiösen Parts wird gekonnt ohne Leistenbrüche gezockt. Am markantesten herauszuheben sind allerdings sind die Vocals; diejenigen von euch, die Kreator’s Mille als Offenbarung verehren, dürften bei den mehr als offensichtlichen Anleihen doch die Stirn runzeln. Obwohl THE DYING gekonnt und souverän ihre Tracks auf Triumph Of Tragedy runterschmettern, fehlt es der Scheibe an dem letzten Kick und an wirklich herausragenden Songs. Daran dürfen die Belgier gerne noch auf ihrem Weg durch die Dürre arbeiten, wenngleich Triumph Of Tragedy schon die Krusten aufbricht und zum leben bringt.