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Gleich zu Beginn dieser CD wird der Hörer mit einem ziemlich pompösen
Intro konfrontiert, Keyboard, sanfte Gitarren und bedächtige Rythmen
lassen erst mal auf eine Doom Metal Band schließen. Doch dann,
etwa eineinhalb Minuten später wird so richtig heftig gekracht,
doublebass Beats fegen durch die Boxen, ein unmotivierter Finne
kreischt sich die Seele aus dem Leib und die Keyboards laufen
unbeirrt im Hintergrund weiter. Und dann wieder, kaum hat man
sich an den Black Metal Teil der Musik gewöhnt, kommt auch schon
wieder was langsames, depressives. Eine ziemliche Berg und Talfahrt
die ganze Geschichte. Ich muß zugeben, die langsamen Parts sind
unheimlich (im wahrsten Sinn des Wortes) gelungen, obwohl die
Melodien irgendwie mal wieder so Dimmu Borgir mäßig klingen (ich
weiß, ich liebe diesen Vergleich). Naja, eine Ähnlichkeit mit
Cradle Of Filth ist auch noch vorhanden. Doch will man sich nicht
so recht an das zusammengestückelte Gefühl gewöhnen, das beim
Hören des ersten Liedes entsteht. Dieser Song trägt dann auch
noch den besonders interessanten Namen Calling Ruby (The Last
Letter To The First Lady Of Jesus Christ). Ob diese Lady
auch solche Gefühlsschwankungen wie das Lied hatte? Was danach
kommt klingt vom Stil her ziemlich ähnlich, obwohl man bei Lied
Nummer 2 (hat wieder so einen seltsamen Titel den sich keiner
merkt: Treason Via Magdalene ) sogar weibliche Gesangsparts
integriert und die Stimmung des Liedes in etwa gleich bleibt:
eine schöne düstere, sehr melodische Black Metal Nummer. Ok, der
Sprechpart ist etwas misslungen aber sonst ganz akzeptabel. Lied
Nummer 3 (den Titel merkt man sich jetzt sogar: The Wounderable
One) beginnt mit einem Akkordeon (!!!) Intro, der Gesang
ist diesmal etwas sanfter und ab und zu kann man sogar Vergleiche
zu Primordial ziehen. Der Primordial Vergleich wird vor allem
in Lied Nummer 7 The Illfated deutlich, wow, der Finne
kann sogar singen und das Gitarrensolo, beziehungsweise Riff ist
cool!. Lustig ist der Song mit dem ebenso lustigen Titel Amadeus
2000: soll wohl aussagen, dass Herr Mozart im Jahre 2000
wahrscheinlich ein böser Black Metaller gewesen wäre (und Herr
Mozart dreht sich im Grab um...) . Irgendwie kann ich die Finnen
nicht wirklich einordnen, einerseits hämmern sie brutalo Black
Metal runter, andererseits aber sind ihre Nummern doch so extrem
melodisch, finster und schön, durchzogen von langen Instrumental
Parts, dass ich die Bezeichnung Black Metal hier schon fast als
Blasphemie sehen würde. Ich kann mich auch auf Dark Melodic Metal
einigen, selbst wenn der Ausdruck jetzt erfunden ist, er beschreibt
die DEAD BEGINNERS noch am besten. Und wie es
sich für einen braven Finnen gehört wurde das Album in den Tico
Tico Studios aufgenommen.
Fazit: wer
43 Minuten Gefühlsschwankungen mit ziemlich genialen Melodien
haben will, sollte das Ding kaufen. Vorher aber unbedingt ein
Lied ganz hören, denn aus Melodien werden oft brutale Schreie.
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