THE CURE – 4:13 Dream

 
Label: Suretone
Release: 24.10.2008
Von: Dajana
Punkte: 7.5/10
Time: 52:47
Stil: Dark Wave/Rock
URL: The Cure
 
"Wir sind zu viert, dies ist unser 13. Album – und das ist alles wie ein Traum" So einfach lässt sich der kryptische Albumtitel von THE CURE erklären. 13 ist die magische Zahl; vier Singles wurden jeweils am 13. veröffentlicht, mit dem Album klappte das leider nicht, weder am 13. September, noch am 13. Oktober. Dem Karma hat es aber wohl nicht geschadet ;)
Nachdem Keyboarder Roger O’Donnell und Rhythmusgitarrist Perry Bamonte die Band verlassen haben und Porl Thompson nach 15 Jahren wieder zurück ist, klingen THE CURE 2008 deutlich gitarrenlastiger und back to the roots, ohne jedoch an alte Glanztage heranzureichen. Gut, das war nie ein erklärtes Ziel, noch ist dies ein Muss für ein gutes THE CURE Album, auch wenn sich viele Fans danach sehnen mögen. Und 4:13 Dream ist ein gutes Album! Kein Meilenstein, aber ein solides Album mit dem Schritt nach vorn in die richtige Richtung ;)
4:13 Dream beginnt unerwartet, ruhig, melancholisch mit Underneath The Stars, welches lange instrumental bleibt und mit einer gewissen Postrock-Attitüde aufwartet, bei der deutlich Reminiszenzen der alten Klassiker durchklingen und somit schnell zum Highlight des Albums avanciert. Danach wird 4:13 Dream um einiges lebhafter: The Only One könnte man geradezu als heiter bezeichnen, während die Freakshow abgedreht und der Sirensong gar hawaiisch aber belanglos daher kommt. Ebenfalls gut ins Ohr gehen The Hungry Ghost, Sleep When I’m Dead und die recht wüsten Rausschmeißer The Scream und It’s Over. Was den Hörgenuss wiederum reduziert sind die teils abrupten Songenden.
Insgesamt hinterlässt 4:13 Dream auch nach vielen Durchläufen einen eher ambivalenten Eindruck. Das Album ist de facto abwechslungsreich, noch immer typisch THE CURE und sowohl der Postrock, als auch die Reminiszenzen bleiben das ganze Album über dezent erhalten, was mir gut gefällt. Es gibt eine handvoll markanter Songs, der Rest gleitet allerdings ins belanglose Mittelmaß zurück.