"Wir
sind zu viert, dies ist unser 13. Album – und das ist
alles wie ein Traum" So einfach lässt sich der
kryptische Albumtitel von THE CURE erklären. 13
ist die magische Zahl; vier Singles wurden jeweils am 13. veröffentlicht,
mit dem Album klappte das leider nicht, weder am 13. September,
noch am 13. Oktober. Dem Karma hat es aber wohl nicht geschadet
;)
Nachdem Keyboarder Roger O’Donnell und Rhythmusgitarrist
Perry Bamonte die Band verlassen haben und Porl Thompson nach
15 Jahren wieder zurück ist, klingen THE CURE 2008
deutlich gitarrenlastiger und back to the roots, ohne jedoch
an alte Glanztage heranzureichen. Gut, das war nie ein erklärtes
Ziel, noch ist dies ein Muss für ein gutes THE CURE
Album, auch wenn sich viele Fans danach sehnen mögen.
Und 4:13 Dream ist ein gutes Album! Kein Meilenstein,
aber ein solides Album mit dem Schritt nach vorn in die richtige
Richtung ;)
4:13 Dream beginnt unerwartet, ruhig, melancholisch
mit Underneath The Stars, welches lange instrumental
bleibt und mit einer gewissen Postrock-Attitüde aufwartet,
bei der deutlich Reminiszenzen der alten Klassiker durchklingen
und somit schnell zum Highlight des Albums avanciert. Danach
wird 4:13 Dream um einiges lebhafter: The Only
One könnte man geradezu als heiter bezeichnen, während
die Freakshow abgedreht und der Sirensong gar
hawaiisch aber belanglos daher kommt. Ebenfalls gut ins Ohr
gehen The Hungry Ghost, Sleep When I’m Dead und
die recht wüsten Rausschmeißer The Scream
und It’s Over. Was den Hörgenuss wiederum
reduziert sind die teils abrupten Songenden.
Insgesamt hinterlässt 4:13 Dream auch nach
vielen Durchläufen einen eher ambivalenten Eindruck. Das
Album ist de facto abwechslungsreich, noch immer typisch THE
CURE und sowohl der Postrock, als auch die Reminiszenzen
bleiben das ganze Album über dezent erhalten, was mir gut
gefällt. Es gibt eine handvoll markanter Songs, der Rest
gleitet allerdings ins belanglose Mittelmaß zurück.