Gruselig.
Einfach gruselig. Angesichts dieses Bandnamens könnte dieses
Prädikat fast als Auszeichnung verstanden werden, doch
das Gegenteil ist der Fall. Pleasure & Pain
ist vom ersten bis zum letzten Akkord vertontes Klischee.
An diesem Eindruck ändert sich für mich auch nach
dem 5. Versuch, das Ding durchzuhören nichts. Allein es
bleibt bei dem Versuch. Die Italiener zelebrieren auf ihrem
mittlerweile siebten Longplayer eine klangliche Litanei von
Einfallslosigkeiten: Synthie-Streichersounds und Bratgitarren
wie anno ‘96, völlig prätentiös leidende
weibliche Vocals, und textlich ein ganz tiefer Griff in die
vampiristische Klischeekiste: Rape Me, Fuck Me –
oh, bitte! Absolute qualitative Ausreißer, besonders nach
oben, auszumachen fällt hier schwer, da im Grunde genommen
schon vom ersten Stück an die Marschrichtung vorgegeben
ist und auch brav beibehalten wird. Songwriting mangelhaft.
Setzen! Für Gothic nicht hymnisch genug, aber für
Black-Metal zu zahm.
Nee, nee – Rock’n’Roll geht anders. Und wenn
DAS als Theater durchgehen soll, dann höchstens als Schmierenkomödie.