Schon
erstaunlich, wie viele verkannte Genies und Metal - Legenden
sich in letzter Zeit dazu erbarmen, die Welt mit einem "sensationellen
Comeback" (Zitat x-beliebiges Presseinfo oder Anzeigenkampagne...)
zu beglücken. THANATOS waren mir bis zum Re-release
ihrer ersten beiden Albem jedenfalls völlig unbekannt, was allerdings
auch daran liegen könnte, daß sie schon damals nicht gerade
zu den Genregrößen zählten und ich zum Zeitpunkt ihres Ablebens
(1993) in Sachen Metal noch ziemlich in die Windeln geschissen
hab... Wie auch immer, jetzt sind sie jedenfalls "wie der Phönix
aus der Asche" (schon wieder so ein sagenhaftes Zitat, diesmal
sogar aus dem dazugehörigen Pressewaschzettel...) zurückgekehrt,
und Angelic Encounters soll natürlich
alles und jeden umhauen, eh logisch.... Sagen wirs mal so: Wenn
mir momentan der Sinn nach reinster Brutalität steht, kommt
für mich nur die neue Belphegor in Frage, die haut einem wirklich
die Birne weg; Old School - Feeling kommt auf der schon etwas
älteren, aber saugeilen The Devil Speaks In Tongues von den
Chilenen Mortem am besten rüber; in der Kategorie Härte & Komplexität
sind die letzten beiden Death - Alben (vor allem Symbolic) sowieso
ungeschlagen, und wenn ich mir ein wirklich nettes Cover anschaun
will, erfreu ich mich an Altars Of Madness oder dem letzten
Hustler. Hmmmm... irgendwie kommen THANATOS
in dieser Aufzählung gar nicht vor. Und wahrscheinlich könnte
ich noch 666 weitere Kategorien erfinden, und sie würden trotzdem
in keiner einzigen auftauchen... ist das nicht seltsam?! Dabei
spielen sie doch durchgehend überdurchschnittlich guten Death/Thrash
mit ordentlichen Riffs, passenden Vocals und hin und wieder
einem netten Break - in der Summe ist die Mischung aber so dermaßen
unaufregend, daß mir schon der Gedanke daran eingeschlafene
Füße beschert.
Genrefans sollen damit glücklich werden (und werdens wahrscheinlich
auch...) - ich hoff aber inzwischen inständig, daß der nächste
Phönix nach seiner Wiederauferstehung einen großen Bogen um
mich macht....