TERMINAL CHOICE – New Born Enemies

 
Label: Out Of Line
Release: 28.07.2006
Von: Dajana
Punkte: 6.5/10
Time: 52:19
Stil: Electro
URL: Terminal Choice
 
Chris Pohl ist bekanntlich ein (offensichtlich freizeitreiches) arbeitswütiges Multitalent (Blutengel, Tumor) und hat nach 3 Jahren erfolgreichen Schaffens in anderen Projekten mal wieder TERMINAL CHOICE ins Studio geschickt. Mit New Born Enemies schließt man am 2003er Menschenbrecher an, legt aber ein bisschen was an Gitarren und harschen Electro-Sounds nach. Songs wie Call Me und Little Seventeen krachen auch gut aus den Boxen, aber selbige als „Industrial-Metal-Monster“ und Brückenschlag zu Rob Zombie und Co. zu bezeichnen, ist dann doch ein bisschen übertrieben. Ich unterstelle hier mal ganz frech, das man sich musikalisch einfach am hippen und kommerziell erfolgreichen Trend in den Staaten orientiert. Dennoch gehen die Songs ins Ohr, sind abwechslungsreich aufgebaut und dürften bei der anvisierten Zielgruppe entsprechend gut rüberkommen (Golden Days, Nothing). Dennoch kann der Spannungsbogen insbesondere in der zweiten Hälfte des Albums nicht beibehalten werden. Dann geht einen die sonore Stimme von Chris Pohl langsam auf die Nerven. Während Songs wie Like This und Devil Daddy ein wenig an Pain erinnern, stößt zumindest mir die an zweiter Stelle gesetzte Coverversion von Yazoo’s Don’t Go unangenehm auf. Insgesamt ist New Born Enemies mit 16 Songs schlicht zu langatmig.
Für Chris Pohl Fans sicher ein Muss, Elektro-Feinschmecker finden ohne Probleme gehaltvollere Kost.