Ich gebe
es zu: trotz journalistischer Berufsehre konnte ich mir diese
CD nicht komplett anhören. Denn was meine Ohren hier ohne
Vorwarnung ertragen mussten, ist wirklich eine absolute Frechheit.
Ganz ehrlich: meine ersten Aufnahmeversuche (habe mich mit einen
70er Jahre Kassettenrekorder im Batteriebetrieb vor die linke
Box der auf Mono gestellten Stereoanlage meiner Ma gestellt,
um Judas Priest, Accept und die Scorpions bei Mel Sundocks Hitparade
aufzunehmen) hatten einen besseren Sound als diese Unproduktion,
die das Ein-Mann Projekt TEASER hier abliefert.
Dazu kommt auch noch der völlig grausame (und konsequenter
Weise noch viel zu sehr im Vordergrund stehende) Gesang von
Thomas Murmann, der schlicht und ergreifend nur scheiße
ist. Ich hoffe, Du warst bei den „Aufnahmen“ betrunken,
dann hättest Du wenigstens noch eine passable Ausrede (allerdings
nicht dafür, die CD trotzdem noch verschickt zu haben).
Wenn man vom Rest was raushören kann, dann kommen auch
noch merkwürdig gestimmte Gitarren und viel Geschrabbel
innerhalb eines sehr simplen Songwritings zu Tage. Das ganze
erinnert an eine Mischung uralter Thrash-Demos, gepaart mit
dem Versuch, die ersten Aufnahmen von Bathory oder Hellhammer
von der Klangqualität her noch zu unterbieten, was auch
tatsächlich gelingt.
Am abstrusesten ist aber der Satz: „Die einköpfige
TEASER-Band hat sich der guten, alten New Wave
Of German Heavy Metal verschrieben.“ Ja was denn jetzt?
New oder alt? Oder doch statt gut lieber schlecht? Jedenfalls
finde ich, dass man mit dem Begriff New Wave wirklich ganz vorsichtig
umgehen sollte; diese Verhohnepiepelung hat der gute, alte Thrash
Metal aus Deutschland einfach nicht verdient...