TEARS – Falling Certainty MCD

 
Label: Eigenproduktion
Release: November 2005
Von: BRT
Punkte: -/-
Time: 24:13
Stil: Progressive / Melodic Rock
URL: Tears
 
Ein schon verwendeter Bandname (der offizielle Suede Nachfolger heißt ja mal auch so...), ein von allen Gothic-Klischees überrolltes Cover und eine dermaßen dünne Produktion schrecken auf den ersten Blick schon mal ab. Wenn sich dazu auch noch eine vom Pathos überzogene Metal Stimme in Richtung Blind Guardian dazugesellt, können bei mir schon ziemlich schnell die Lichter ausgehen.
Glücklicherweise ist auf Fallen Certainty nicht alles so schlimm, wie es auf dem ersten Blick scheint. Zwar haben wir es hier mit Gothic Rock am Rande zu tun, doch sind die Songs schon sehr im progressiven Lager angesiedelt. Sie sind vielseitig, abwechslungsreich, und eher ruhig. Einen Cinema-Pathos a la Nightwish sucht man hier glücklicherweise vergeblich, hier ist eher hinten rum angesagt. Statt Paradise Lost Lead-Gitarren und fettem Stakkato Rhythmusbrett regieren hier Breitwand-Keyboards (vor allem gefakte Streicher). Akustikgitarren brechen ab und zu durch die dicken E-Gitarren durch und sorgen so für viel Abwechslung.
Klar, die Songs gehen mal so gar nicht ins Ohr und die sehr drucklose Produktion macht das Zuhören anstrengend. Selbiges gilt für den Gesang, der aber trotzdem gut zu den Songs passt. Die Griechisch-stämmigen TEARS liefern mit Fallen Certainty ein gutes Demo ab, das allerdings Schwierigkeiten haben wird, die richtigen Hörer zu finden. Kann aber auch ein Vorteil sein.