Ein
schon verwendeter Bandname (der offizielle Suede Nachfolger
heißt ja mal auch so...), ein von allen Gothic-Klischees
überrolltes Cover und eine dermaßen dünne Produktion
schrecken auf den ersten Blick schon mal ab. Wenn sich dazu
auch noch eine vom Pathos überzogene Metal Stimme in Richtung
Blind Guardian dazugesellt, können bei mir schon ziemlich
schnell die Lichter ausgehen.
Glücklicherweise ist auf Fallen Certainty
nicht alles so schlimm, wie es auf dem ersten Blick scheint.
Zwar haben wir es hier mit Gothic Rock am Rande zu tun, doch
sind die Songs schon sehr im progressiven Lager angesiedelt.
Sie sind vielseitig, abwechslungsreich, und eher ruhig. Einen
Cinema-Pathos a la Nightwish sucht man hier glücklicherweise
vergeblich, hier ist eher hinten rum angesagt. Statt Paradise
Lost Lead-Gitarren und fettem Stakkato Rhythmusbrett regieren
hier Breitwand-Keyboards (vor allem gefakte Streicher). Akustikgitarren
brechen ab und zu durch die dicken E-Gitarren durch und sorgen
so für viel Abwechslung.
Klar, die Songs gehen mal so gar nicht ins Ohr und die sehr
drucklose Produktion macht das Zuhören anstrengend. Selbiges
gilt für den Gesang, der aber trotzdem gut zu den Songs
passt. Die Griechisch-stämmigen TEARS
liefern mit Fallen Certainty ein gutes
Demo ab, das allerdings Schwierigkeiten haben wird, die richtigen
Hörer zu finden. Kann aber auch ein Vorteil sein.