TAO MENIZOO – s/t
 
Label: Two Fat Man
Release: 26.04.2004
Von: Dajana
Punkte: 8/10
Time: 46:44
Stil: Metalcore
URL: Tao Menizoo
 

TAO MENIZOO sind - zumindest für mich - eine der Überraschungen in diesem Jahr. Das französische Quartett präsentiert hier nach einer Reihe von Demos und selbstproduzierten CD’s das gleichnamige Debüt, das ebenfalls in Eigenregie entstanden ist.
Cover und Beschreibung hinterließen zunächst einen sehr suspekten Eindruck. Das Infoblatt spricht von polymorphen Metal, in dem eine Vielzahl von Stilen und Elementen einfließen ...
Und sie haben recht! TAO MENIZOO vermischen Metalcore mit Death, Thrash und Industrial-ähnlichen Samples, mit facettenreichen Elementen und Einflüssen. Den Gesang teilen sich die beiden Gitaristen: einer growlt und shoutet und der andere singt clean (erinnert mal an Waltaris Kärtsy Hatakka, mal an Burton C. Bell von Fear Factory), wobei die cleane Stimme auch schon mal für völlig abgedrehte Screams missbraucht wird. Paradebeispiel ist der Opener Paranoid Crisis, der schon alleine so viele Stile verbrät, wie es andere nicht mit 3 Alben schaffen. Weitere Highlights sind z.B. Thorns – mit Vogelgezwitscher Intro, Doombackground und South Of Heaven adaptierten Riffs, nur um danach völlig unerwartete Richtungen einzuschlagen; oder Innerängst mit seinen nackenkillenden Riffs.
Referenzen lassen sich zu Fear Factory oder auch Rob Zombie ziehen. Wobei ich mir vorstellen kann, das Faith No More/ Mike Patton oder NIN ebenfalls einen nicht unwesentlich Einfluss haben. Trotz der wilden Mixtur klingt alles sehr homogen und durchdacht inszeniert, denn der rote Faden wird immer beibehalten. Jeder Song hat seine großen Momente und Überraschungen und klingt jedes Mal anders. TAO MENIZOO vereinen viele Stile, biedern sich aber nie an oder kopieren und passen somit in keine einzige Schublade. Sie sind einfach TAO MENIZOO. Killer Scheibe!!!