TAO
MENIZOO sind - zumindest für mich - eine der Überraschungen
in diesem Jahr. Das französische Quartett präsentiert
hier nach einer Reihe von Demos und selbstproduzierten CD’s
das gleichnamige Debüt, das ebenfalls in Eigenregie entstanden
ist.
Cover und Beschreibung hinterließen zunächst einen
sehr suspekten Eindruck. Das Infoblatt spricht von polymorphen
Metal, in dem eine Vielzahl von Stilen und Elementen einfließen
...
Und sie haben recht! TAO MENIZOO vermischen
Metalcore mit Death, Thrash und Industrial-ähnlichen Samples,
mit facettenreichen Elementen und Einflüssen. Den Gesang
teilen sich die beiden Gitaristen: einer growlt und shoutet
und der andere singt clean (erinnert mal an Waltaris Kärtsy
Hatakka, mal an Burton C. Bell von Fear Factory), wobei die
cleane Stimme auch schon mal für völlig abgedrehte
Screams missbraucht wird. Paradebeispiel ist der Opener Paranoid
Crisis, der schon alleine so viele Stile verbrät,
wie es andere nicht mit 3 Alben schaffen. Weitere Highlights
sind z.B. Thorns – mit Vogelgezwitscher Intro,
Doombackground und South Of Heaven adaptierten Riffs, nur um
danach völlig unerwartete Richtungen einzuschlagen; oder
Innerängst mit seinen nackenkillenden Riffs.
Referenzen lassen sich zu Fear Factory oder auch Rob Zombie
ziehen. Wobei ich mir vorstellen kann, das Faith No More/ Mike
Patton oder NIN ebenfalls einen nicht unwesentlich Einfluss
haben. Trotz der wilden Mixtur klingt alles sehr homogen und
durchdacht inszeniert, denn der rote Faden wird immer beibehalten.
Jeder Song hat seine großen Momente und Überraschungen
und klingt jedes Mal anders. TAO MENIZOO vereinen
viele Stile, biedern sich aber nie an oder kopieren und passen
somit in keine einzige Schublade. Sie sind einfach TAO
MENIZOO. Killer Scheibe!!!