Dieses Mal
hat sich der Reaper alias Hoschi alias Markus Wedig selbst übertroffen.
Mit der Veröffentlichung des THE REAPER COMES III
gibt es einen Sampler an die Hand, der schon vom Äußeren
her für Staunen sorgt. Das Coverartwork – exklusiv
vom amerikanischen Künstler Jason A. Engle - ist einfach
nur großartig. Eine der geilsten Reaper Figuren, die mir
bisher so über den Weg gelaufen sind. Das Booklet hängt
dem Artwork nicht einen Millimeter hinterher; jede der 14 Bands
hat eine eigene Seite, um sich zu präsentieren. Das Layout
dazu ist einheitlich und sehr edel aufgemacht. Das musikalische
Spektrum ist wieder bunt gemischt, so ist - neben deutschen,
belgischen und Schweizer Bands - mit WARMACHINE
sogar eine Band aus Kanada dabei. Einige der Bands dürften
dem geneigten NH Leser bekannt sein, ist doch die eine oder
andere Review bei uns zu finden. Die Tipps sind gleichzeitig
auch meine persönlichen Favoriten, deren CD’s über
kurz oder lang den Weg in mein Regal finden werden ;-) Meine
Empfehlung: jeder Metaller, der was auf sich hält sollte
diesen Sampler im Schrank zu stehen haben! Fakt!!!
1.
AARDVARKS
– Conglomerate • bereits das erste Highlight.
Der leicht progressiv angehauchte Metal rockt und eigentlich
erwartet man hier einen klaren Gesang, aber nix da, es wird
gegrowlt, womit man ausgezeichnet Akzente zu setzen weis. Ein
gelungener Einstieg! Tipp!!!
2. ETERNAL
PAIN – Wrath Of Raging Times • der
fixe old school Thrash der Hessener leidet ein bisschen am Sound.
3. FINAL
CRY – Raise Of Cain • kraftvoller Power
Metal mit Gefühl für Melodien.
4. GARMENHORD
– Al Onder Den Beenvenden Haeslaere • die
belgischen Blackmetaller liefern hier einen geilen Track ab,
der leider unter dem schlechten Sound leidet.
5. HATRED
– Fractured By Fear • präsentieren
Thrash der alten Schule der mit seinem Power Touch an Helden
aus den 80igern erinnert, ohne angestaubt zu klingen. Hat interessante
Breaks und Wendungen. (nicht mit den Holländern Hatred
verwechseln!)Find ich toll! Tipp!!!
6. MEMORIAL
PARK – Selfcaged • liegt musikalisch
irgendwo im klassischem Metal mit Rockattitüde. Mit Sängerin
und männlichen (fast)Growls bzw. wechselweise cleanem Gesang.
7. OPHIS – Pazuzu • schleppender,
schwerer Doom / Death Metal. Auch hier ist der Sound nicht der
Beste.
8. SANITY
– Das Beil • serviert wird, was der Titel
impliziert: deutschsprachiger Metal/Folklore im Sinne von In
Extremo oder STS, mit Wahnsinns Power und gewaltiger Atmosphäre!
Tipp!!!
9. SENGAYA
– Behind The Myths • da versucht sich wer
auf den Spuren von Dream Theater. Klingt gut, reicht aber noch
nicht an dieses Niveau heran.
10. SLAINE
– Doodwegen • Progressiver Death Metal
mit Anspruch, nicht immer leicht zu verdauen aber sehr ausgefeilt.
11. STEELPREACHER
– Route 666 • klassicher Heavy Metal mit
leichtem Priest Touch und etwas schwächelndem Sound.
12. TREMORS
– Killing Aggression • der Titel ist Programm:
es kracht gewaltig aus den Boxen und bietet mal wieder ein bisschen
Abwechslung. Killender SloMo Death Metal mit Streichern ...
Tipp!!!
13. UNLIGHT
– The Nordic Stormbringer • die Deutsch-Schweizer
Blackmetaller sind schon das zweite Mal dabei und wissen auch
diesmal zu überzeugen, stehen skandinavischen Helden in
nichts nach! Tipp!!!
14. WARMACHINE
– Eye For An Eye • hier haben es sogar
Kanadier auf den Silberling geschafft, die mit klassischen amerikanischen
Metal ebenfalls zu beeindrucken zu wissen.