THE REAPER COMES III 
 
Label: Eigenproduktion
Release: 20.06.2003
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: 71:11
Stil: Underground Sampler
URL: The Reaper Comes
 

Dieses Mal hat sich der Reaper alias Hoschi alias Markus Wedig selbst übertroffen. Mit der Veröffentlichung des THE REAPER COMES III gibt es einen Sampler an die Hand, der schon vom Äußeren her für Staunen sorgt. Das Coverartwork – exklusiv vom amerikanischen Künstler Jason A. Engle - ist einfach nur großartig. Eine der geilsten Reaper Figuren, die mir bisher so über den Weg gelaufen sind. Das Booklet hängt dem Artwork nicht einen Millimeter hinterher; jede der 14 Bands hat eine eigene Seite, um sich zu präsentieren. Das Layout dazu ist einheitlich und sehr edel aufgemacht. Das musikalische Spektrum ist wieder bunt gemischt, so ist - neben deutschen, belgischen und Schweizer Bands - mit WARMACHINE sogar eine Band aus Kanada dabei. Einige der Bands dürften dem geneigten NH Leser bekannt sein, ist doch die eine oder andere Review bei uns zu finden. Die Tipps sind gleichzeitig auch meine persönlichen Favoriten, deren CD’s über kurz oder lang den Weg in mein Regal finden werden ;-) Meine Empfehlung: jeder Metaller, der was auf sich hält sollte diesen Sampler im Schrank zu stehen haben! Fakt!!!

1. AARDVARKS – Conglomerate • bereits das erste Highlight. Der leicht progressiv angehauchte Metal rockt und eigentlich erwartet man hier einen klaren Gesang, aber nix da, es wird gegrowlt, womit man ausgezeichnet Akzente zu setzen weis. Ein gelungener Einstieg! Tipp!!!
2. ETERNAL PAIN – Wrath Of Raging Times • der fixe old school Thrash der Hessener leidet ein bisschen am Sound.
3. FINAL CRY – Raise Of Cain • kraftvoller Power Metal mit Gefühl für Melodien.
4. GARMENHORD – Al Onder Den Beenvenden Haeslaere • die belgischen Blackmetaller liefern hier einen geilen Track ab, der leider unter dem schlechten Sound leidet.
5. HATRED – Fractured By Fear • präsentieren Thrash der alten Schule der mit seinem Power Touch an Helden aus den 80igern erinnert, ohne angestaubt zu klingen. Hat interessante Breaks und Wendungen. (nicht mit den Holländern Hatred verwechseln!)Find ich toll! Tipp!!!
6. MEMORIAL PARK – Selfcaged • liegt musikalisch irgendwo im klassischem Metal mit Rockattitüde. Mit Sängerin und männlichen (fast)Growls bzw. wechselweise cleanem Gesang.
7. OPHIS – Pazuzu • schleppender, schwerer Doom / Death Metal. Auch hier ist der Sound nicht der Beste.
8. SANITY – Das Beil • serviert wird, was der Titel impliziert: deutschsprachiger Metal/Folklore im Sinne von In Extremo oder STS, mit Wahnsinns Power und gewaltiger Atmosphäre! Tipp!!!
9. SENGAYA – Behind The Myths • da versucht sich wer auf den Spuren von Dream Theater. Klingt gut, reicht aber noch nicht an dieses Niveau heran.
10. SLAINE – Doodwegen • Progressiver Death Metal mit Anspruch, nicht immer leicht zu verdauen aber sehr ausgefeilt.
11. STEELPREACHER – Route 666 • klassicher Heavy Metal mit leichtem Priest Touch und etwas schwächelndem Sound.
12. TREMORS – Killing Aggression • der Titel ist Programm: es kracht gewaltig aus den Boxen und bietet mal wieder ein bisschen Abwechslung. Killender SloMo Death Metal mit Streichern ... Tipp!!!
13. UNLIGHT – The Nordic Stormbringer • die Deutsch-Schweizer Blackmetaller sind schon das zweite Mal dabei und wissen auch diesmal zu überzeugen, stehen skandinavischen Helden in nichts nach! Tipp!!!
14. WARMACHINE – Eye For An Eye • hier haben es sogar Kanadier auf den Silberling geschafft, die mit klassischen amerikanischen Metal ebenfalls zu beeindrucken zu wissen.