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Mit
Northeim – We Will Be ... Chapter II
landete der zweite Teil der DARKBOUND Trilogie
auf meinen Schreibtisch. Darkbound ist eine niedersächsische
Death / Black Metal Gemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat,
Underground Bands eine semiprofessionelle Basis zu bieten, sich
gegenseitig zu unterstützen und zu promoten – alles
auf nichtkommerzieller Basis natürlich. Gegründet wurde
diese Gemeinschaft von Musikern der Bands Atlantis und Rebellion
(jetzt Nonhumantal) 1998. Mit diesen Sampler präsentiert
man 18 deutsche Underground Bands aus der Death und Black Metal
Szene.
Und Northeim – We Will Be ... Chapter II ist
definitiv nix für Weicheier!!! Hier wird gegrowlt, geröchelt
und geschrien, geprügelt, brutal gegroovt und bitterkalt
geschreddert bis der Arzt kommt. Auf diesem Sampler findet sich
nicht eine einzige Band, die auch nur annähernd dem gängigen
Mainstream entspricht oder sich gar mit blumigen Melodien anbiedert.
Hier gibt es einfach nur in Sachen old school Black und Brutal
Death voll was auf die Fresse.
MEMBARIS
– Forever Burning Flame • fieser eiskalter
Black Metal at its best mit schönen Speedwechseln und überraschendem
Gesang Tipp!!!
BAND – Lied 2 • cooler Name
– cooles Konzept, das Debüt wird dann auch nur schlicht
Album heißen; musikalisch gesehen brutaler high speed Death
AMARANTH – Bathead • grooven
sich deathmetallisch die Seele aus dem Leib
INGURGITATING
OBLIVION – Descent To The Temple • schon
der Name ist kult! Schizophrener Death zwischen Morbid Angel und
Nile mit Growls und Dani Filth Gekreische – da hab ich ‚nen
Narren dran gefressen! Tipp!!!
HERZSTUHL – Black Goddess 666
• fixer Death Metal mit teils krass-kranker Zweitstimme
THE
ATMOSFEAR – Warmachine • Knüppelorgie
zwischen Death und Black mit nackenschädlichen Geschwindigkeitsreduzierungen
in der Mitte
TEARS
OF DECAY – Blind Reality • sicher
keine Unbekannten mehr, haben sie schon die eine oder andere Location
in Schutt und Asche gelegt. Röcheln bis zum Tod. This is
fucking Death!
NONHUMENTAL
– Dichter Nebel • ex Rebellion, hier gibt
es sogar dezente Keys für eine schön paranoide Atmosphäre,
ansonsten geiler Black Metal
HETAERIA – Sadistic Sins Of Flesh
• ebenfalls ein fieser und recht fixer Black Metal Bastard
ATLANTIS – Strangest Death •
Black Metal, diesmal nicht ganz so schnell, dafür mit mehr
Druck
TO THE SKY – Gottesfabrik •
leicht rockige Attitüde, ohne jedoch auch nur einen Milimeter
an Härte und Evilness einzubüßen.
CENTAURUS
A – Vi Falt • es wird gekreischt,
geprügelt und gegrindelt und plötzlich ist da ein jazziger
Part in der Mitte, bei gleichbleibend kranken Gesang versteht
sich. Hat was ...
THARGOS
– Godz Of Black Metal • hat irgendwie nicht
wirklich was mit Black Metal zu tun, ist eher eine härtere
Power Metal Version
FIEND – Return Of The Nightlord
• und wieder zurück zum Black Metal, old school, ohne
viel Firlefanz
CHURCHARSON – Burning Possession
• ebenfalls Black Metal, mit etwas abfallendem Sound
INFERNAL – Kill The Christians
• haben nix mit der österreichischen Band zu tun. Röcheln
sich in bester Death Metal Manier durchs Gebälk. Der Sound
ist auch hier ein wenig dumpf und zu viele Ufta Drums.
APOCRYPHAL – Rising Funeral Winds For
Returning Darkness •
A TRIBUTE TO MAYHEM • wie ich meine, eine
gelungene Version von De Mysteriis Dom Sathanas
Soundtechnisch
hat man versucht, alle Bands auf ein Level zu bringen, klappt
zwar nicht immer, aber die Unterschiede sind auch nicht dramatisch.
Der Sound generell ist sicher kein Highlight, passt aber irgendwie
auch zur Atmosphäre des Samplers. Das Drumherum zur CD ist
schlicht in schwarz-weiß. Pro Bookletseite werden meist
zwei Bands vorgestellt. Die Gestaltung ist nicht sehr übersichtlich,
da bin ich inzwischen verwöhnt. Die Webseite hat schon mehr
zu bieten.
Alles in allem ein wieder ein geiler Undergroundsampler –
diesmal der härtesten Gangart mit einem erstaunlichen Spektrum
deutschen Undergrounds.
Darkbound |