Nun, langsam
wurde es aber auch Zeit, dass ein so viel beschäftigter
Vorzeige-Musiker wie PAUL SPECKMANN, einer
der legendären Großväter des Todesblei-Genres,
gutes altes Material aus dem Hinterstübchen hervorholt
und nicht nur zur Freude der Master-Fangemeinde
auf einen Silberling packt. Die einen mögen diese Vorgehensweise
als kommerziellen Versuch, obsoletes Old-School-Zeugs auf den
Markt zu schmeißen, bezeichnen, für andere wird Masterpieces
geradezu eine musikalische Biographie des beliebten Death Metal-Veteranen
darstellen. Und wahrlich könnte man dieses Release als
einen historischen Rückblick auf die 25jährige Schaffensphase
des Großmeisters betrachten, schließlich finden
sich neben regelrecht antiquarischen Master-Titeln, die damals
noch sehr stark von Motörhead und Venom beeinflusst waren,
auch Songs von den diversen Nebenprojekten SPECKMANNS
wie Abomination, Deathstrike,
Martyr, Solutions und Speckmann
Project, die sich folglich im Laufe der Jahre entwickelt
hatten.
Um euch vielleicht einen kurzen Einblick in Specki’s Karrierelaufbahn
zu geben: PAUL SPECKMANN begann 1981 mit der
Chicagoer Heavy Metal-Band Warcry Musik zu
machen und gründete nach deren kurzzeitigen Bestehen mit
seinem Bandkollegen und Drummer Bill Schmidt Master.
Der Bandname wurde allerdings für einen vorübergehenden
Zeitraum in Deathstrike umgetauft, man beschloss
jedoch bald wieder auf den vorherigen zurückzukommen und
nahm die berüchtigten Master Demos auf,
die erst im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden. Nach
einer unbefristeten Trennung führte Specki diverse Formationen
wie die kurzlebigen Funeral Bitch und die aufsehenerregenden
Abomination zusammen. Die offizielle Master-Reunion
fand schließlich erst im Jahre 1989 unter Nuclear Blast
Records statt, simultan mit dem Erscheinen des Abomination-Debüts.
Zu dieser Zeit knüpfte Mastermind SPECKMANN
auch Kontakte zu der tschechischen Szene und stieß in
Folge dessen zu der Death Metal-Band Martyr
(Krabathor-Sideprojekt) und wirkte schlussendlich bei den metzelfreudigen
Krabathor selbst mit. In seiner gewohnten Position
als Bassist und Vokalist führt der Meister noch heute einige
seiner Bands an die todesmetallische Front, vorrangig natürlich
die glorreichen Master.
Detailreichere Informationen findet ihr auf der Website des
Allround-Genies. Mir bleibt allerdings nichts anderes übrig,
als mich den Worten des „Kings Of Death Metal“ zu
fügen: „This compilation is a must for collectors
of Underground Metal!“