PAUL SPECKMANN – Masterpieces

 
Label: Twilight
Release: 15.08.2005
Von: Eligos
Punkte: -/-
Time: 50:42
Stil: Death Metal
URL: Paul Speckmann
 

Nun, langsam wurde es aber auch Zeit, dass ein so viel beschäftigter Vorzeige-Musiker wie PAUL SPECKMANN, einer der legendären Großväter des Todesblei-Genres, gutes altes Material aus dem Hinterstübchen hervorholt und nicht nur zur Freude der Master-Fangemeinde auf einen Silberling packt. Die einen mögen diese Vorgehensweise als kommerziellen Versuch, obsoletes Old-School-Zeugs auf den Markt zu schmeißen, bezeichnen, für andere wird Masterpieces geradezu eine musikalische Biographie des beliebten Death Metal-Veteranen darstellen. Und wahrlich könnte man dieses Release als einen historischen Rückblick auf die 25jährige Schaffensphase des Großmeisters betrachten, schließlich finden sich neben regelrecht antiquarischen Master-Titeln, die damals noch sehr stark von Motörhead und Venom beeinflusst waren, auch Songs von den diversen Nebenprojekten SPECKMANNS wie Abomination, Deathstrike, Martyr, Solutions und Speckmann Project, die sich folglich im Laufe der Jahre entwickelt hatten.
Um euch vielleicht einen kurzen Einblick in Specki’s Karrierelaufbahn zu geben: PAUL SPECKMANN begann 1981 mit der Chicagoer Heavy Metal-Band Warcry Musik zu machen und gründete nach deren kurzzeitigen Bestehen mit seinem Bandkollegen und Drummer Bill Schmidt Master. Der Bandname wurde allerdings für einen vorübergehenden Zeitraum in Deathstrike umgetauft, man beschloss jedoch bald wieder auf den vorherigen zurückzukommen und nahm die berüchtigten Master Demos auf, die erst im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden. Nach einer unbefristeten Trennung führte Specki diverse Formationen wie die kurzlebigen Funeral Bitch und die aufsehenerregenden Abomination zusammen. Die offizielle Master-Reunion fand schließlich erst im Jahre 1989 unter Nuclear Blast Records statt, simultan mit dem Erscheinen des Abomination-Debüts. Zu dieser Zeit knüpfte Mastermind SPECKMANN auch Kontakte zu der tschechischen Szene und stieß in Folge dessen zu der Death Metal-Band Martyr (Krabathor-Sideprojekt) und wirkte schlussendlich bei den metzelfreudigen Krabathor selbst mit. In seiner gewohnten Position als Bassist und Vokalist führt der Meister noch heute einige seiner Bands an die todesmetallische Front, vorrangig natürlich die glorreichen Master.
Detailreichere Informationen findet ihr auf der Website des Allround-Genies. Mir bleibt allerdings nichts anderes übrig, als mich den Worten des „Kings Of Death Metal“ zu fügen: „This compilation is a must for collectors of Underground Metal!“